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Brandenburgs beliebteste Vornamen 2017

Geburten Brandenburgs beliebteste Vornamen 2017

Voll im Bundestrend: Emma und Ben sind die beliebtesten Vornamen in Brandenburg im Jahr 2017. Das ergab eine Auswertung durch den Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg bei Hamburg. Er benennt auch ungewöhnliche Vornamen, Aufsteiger und gibt sogar einen Ausblick auf 2027.

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Ben und Emma sind die beliebtesten Vornamen in Brandenburg.

Quelle: dpa (Archiv)

Ahrensburg. Emma und Ben sind die beliebtesten Vornamen Brandenburgs 2017. Das ergab eine Auswertung von rund 27 Prozent der Geburtsmeldungen im Jahr 2017 durch den Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Ahrensburg bei Hamburg. Auf Platz zwei lagen in Brandenburg demnach Mia beziehungsweise Oskar (oder Oscar), Platz drei ging an Hannah (Hanna) und Jonas.

Auch bundesweit die beliebtesten Vornamen

Mit Emma und Ben liegen die Brandenburger voll im Trend: Auch bundesweit waren dies die beliebtesten Vornamen. Schon das siebte Jahr in Folge ist Ben der Spitzenreiter. Emma hatte die Liste schon 2014 angeführt. Mia war 2016 der beliebteste Mädchenname gewesen.

Bundesweite Top 10 für Mädchen: Emma, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Emilia, Lina, Anna, Marie, Mila und Lea/Leah

Bundesweite Top 10 für Jungen: Ben, Jonas, Leon, Paul, Finn/Fynn, Noah, Elias, Luis/Louis, Felix und Lucas/Lukas

Häufiger als im restlichen Bundesgebiet nannten Brandenburger Eltern ihre Kinder Oskar, Carl, Pepe, Lucy und Mathilda. In Berlin sind Emilia und Ben die am meisten vergebenen Vornamen.

Aufsteiger und Ausblick auf 2027

Als klare Aufsteiger sieht Bielefeld die Vornamen Leni, Ella, Juna und Clara sowie Theo, Matteo, Henry, Milan und Anton. Der Namensforscher gibt aufgrund seiner langjährigen Erhebungen auch eine Prognose für das Jahr 2027: In zehn Jahren werden die Spitzenreiter demnach Oskar und Theo sowie Leni und Emilia lauten.

Ungewöhnliche Vornamen

An ungewöhnlichen Mädchennamen fielen ihm dem Forscher auch Lavea, Chidinma, Julita, Marijella, Sabia, Itje, Summerly, Kalinda und Smaragda auf. Jungen wurden mitunter Tommen, Atreyu, Catalin, Apollo, Caruso, Giannis, Albertus, Njörd, Aladdin oder Manfredi genannt.

„Angela“ und „Helmut“ total aus der Mode

Bundeskanzler oder Politiker haben so gut wie keinen Einfluss auf die Vergabe der Vornamen. Zwar wurde der Fall von Flüchtlingseltern bekannt, die ihr Kind aus Dankbarkeit Angela Merkel nannten. Aber weder Angela noch Merkel - letzterer laut Bielefeld eigentlich ein Vorname - hätten eine Chance. „Angela ist so ein Name wie Helmut, der total aus der Mode ist“, sagte der Namensforscher.

Kein Mensch heißt Horst

Völlig ungewöhnlich ist auch der einst häufige Name Horst. Er wurde 2017 nach Bielefelds Unterlagen nur 19 Mal vergeben - als Zweitname. Es brauche etwa 100 Jahre, bis ein Vorname wieder populär werden könne, erklärt der Forscher und verweist auf Paul, Emil, Anton und Emma. Auch Heinrich sei im Kommen.

Es gibt immer noch „Kevin“

Der stigmatisierte Kevin belegt dagegen noch Platz 331 der beliebtesten ersten Vornamen. Das findet Bielefeld, der eine App mit dem Namen «Kevinometer» erstellt hat, ganz erstaunlich: «Ich wundere mich, dass Eltern ihr Kind Kevin nennen, weil der Name dermaßen in Verruf ist.» Der häufig mit Kevin in einem Atemzug genannte Mädchenname Chantal sei in Deutschland dagegen nie häufig gewesen. 2017 habe er drei Einträge gefunden, hochgerechnet seien also zehn bis 20 Mädchen Chantal genannt worden.

Anderes Ranking der Gesellschaft für deutsche Sprache

Bielefelds Statistik gehört zu den aussagekräftigsten Deutschlands. Eine amtliche Vornamen-Statistik wird nicht erhoben. Im Frühjahr veröffentlicht die Gesellschaft für deutsche Sprache ihre Vornamen-Statistik, sie basiert auf Stichproben. Vor wenigen Tagen hatte die Gesellschaft bereits ein vorläufiges Ranking veröffentlicht, das auf einer Stichprobe bei zehn Standesämtern basiert. Dabei ergab sich eine etwas andere Rangfolge, weil die Gesellschaft nicht zwischen Erst- und Folgenamen unterscheidet. Nach dieser Auswertung kamen Marie und Paul ganz nach vorn. Der Wiesbadener Verein stellt seine komplette Auswertung im Frühjahr 2018 vor.

Von Fabian Albrecht

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