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Stolpe hortet 400 Notizbücher

Früherer Ministerpräsident erwägt Veröffentlichung Stolpe hortet 400 Notizbücher

Er schreibt alles auf: Manfred Stolpe hat nach eigenen Angaben rund 400 Notizbücher mit Gesprächsprotokollen, Gedanken und Einschätzungen gesammelt. Seinen „persönlichen Schatz“ hütet Brandenburgs früherer Ministerpräsident in einem Koffer mit Zahlenschloss. Ob er schon heimlich an einer Veröffentlichung arbeitet?

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Gute Vorarbeit für seine Memoiren: Manfred Stolpe notiert alles.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe macht sich während wichtiger Gespräche und Vorgänge immer eigene Notizen. Mittlerweile habe er rund 400 Notizbücher mit Gesprächsprotokollen und eigenen Einschätzungen gefüllt, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in Frankfurt (Oder) in einer Talk-Runde von „Märkischer Oderzeitung“ und RBB. Bislang habe er aber noch nicht entschieden, was mit den Aufzeichnungen mal passieren soll. „Die Notizen sind mein persönlicher Schatz, gut verschlossen in einem Koffer mit Zahlenschloss“, sagte Stolpe, der von 1990 bis 2002 der erste Ministerpräsident Brandenburgs war.

Da es in den Aufzeichnungen auch immer wieder um einzelne Personen gehe, sei er vorsichtig mit einer Veröffentlichung. Unter bestimmten Bedingungen könnte er sich aber eine Publizierung vorstellen, so Stolpe: „Historiker machen sich ja immer ihr eigenes Bild von Geschichte. Wenn mir das mal über wird, werde ich die Notizen vielleicht veröffentlichen.“

Stolpe stand als langjähriger Konsistorialpräsident der Evangelischen Kirche in Ost-Berlin zu DDR-Zeiten auch in Kontakt mit der Stasi. Vorwürfe, er sei Informeller Mitarbeiter (IM) des DDR-Geheimdienstes gewesen, hatte er stets zurückgewiesen. Nach seinem Amt als Brandenburger Ministerpräsident war der SPD-Politiker von 2002 bis 2005 Bundesverkehrsminister im Kabinett des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD).

Von MAZonline

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