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„Braune Augen, braune Gesinnung“

Reaktionen auf Partei-Wechsel von Jenny Günther „Braune Augen, braune Gesinnung“

Jenny Günther war einst Vize-Chefin der Jungen Union – und wechselt nun zum Jugendverband der AfD. Das sorgt bei politischen Weggefährten und vielen MAZ-Lesern für Irritationen. Einige stempeln den Parteitausch als „Jugendsünde“ ab, andere zweifeln gar an ihren politischen Motiven.

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Jenny Günther wechselt von der CDU zur AfD.

Quelle: MAZ

Jüterbog. Der politische Wechsel der früheren Vizechefin der Jungen Union (JU), Jenny Günther, zur AfD sorgt auch in den sozialen Netzwerken für Irritationen. Auf der Facebookseite der MAZ verdeutlichten die Online-Leser ihr Unverständnis.

Mike Schuster ist Landesvize der JU Brandenburg. Er findet, dass Jenny Günther viel Staub aufgewirbelt hat – nicht nur mit ihrem Wechsel. „Viele in der JU Teltow-Fläming sind eher erleichtert (aber nur wenig überrascht), weil wir uns nun wieder - frei von Ressentiments - auf Sachthemen konzentrieren können“, so sein Kommentar. „Sie hat viele Menschen, die ihr vertraut haben und ihr etwas zugetraut haben, bitter enttäuscht - und das nach einer mehrwöchigen Nichterreichbarkeit und Nichtausübung ihrer Ämter. Wenn so ein Verhalten die Basis für einen vertrauensvollen Neuanfang in der AfD ist: Glück auf!“

Facebook-Nutzer Seb Kowalke glaubt nicht, dass Jenny Günther in der AfD gut aufgehoben ist. Er hält den Wechsel für eine Jugendsünde: „Ich vermute, es ist eher ein Zeichen von Protest. Man muss weder in der Union bleiben noch zur AfD wechseln, um die Merkelsche Politik zu kritisieren.“ Dabei spricht Kowalke sogar aus Erfahrung, schließlich war er selbst lange Zeit bei der AfD. „Ich habe selbst zwei Jahre in der AfD verbracht, bin 2015 nach dem geradezu schändlichen Essener Parteitag ausgetreten. Die AfD ist nicht bürgerlich. Sie ist ein Protesthaufen, der in sich zusammenfallen wird, sobald der Grund für diesen Protest obsolet ist. Spätestens dann wird die AfD zur reinen Höcke-Partei und damit zur „NPD anderen Namens“.

Leserin Antje Müller findet deutliche Worte für Günthers Wechsel: „Mit Logik und gesunden Menschenverstand hat das rein gar nichts zu tun! Dummheit trifft’s eher.“ Ein Nutzer hatte in einem mittlerweile wieder von der MAZ-Facebookseite gelöschten Beitrag gar ihre politische Gesinnung in Frage gestellt: „So braun wie ihre Augen ist offenbar auch ihre Gesinnung. Sie passt auf jeden Fall zur AfD!“

Während auch mehrere andere Nutzer von einer möglichen „Jugendsünde“ sprechen, hält Tanja Lindner das Altersargument nicht für angebracht: „Denke auch sie ist alt genug, vor allem wenn sie sich politisch interessiert, sollte sie wissen was sie tut. Zumindest im Groben. Das hat nix mit dem Alter zu tun. Und man redet hier schließlich nicht von ’nem jungen Ding das aus sozialer Unsicherheit auf’m Dorf in die Neonaziszene rutscht um irgendeiner Gruppenkonstellation anzugehören.“

Der JU-Landesvorsitzende Julian Brüning findet, dass man „Reisende nicht aufhalten“ sollte. Zudem zweifelt er an, ob Jenny Günther überhaupt jemals die Prinzipien der CDU gelebt hat: „Wer in so einer Situation zur JA/AfD wechselt, hat die Grundwerte der CDU/JU nie wirklich in sich getragen.“ Marc Brandenburg hingegen findet, der Wechsel sei „entlarvend für die JU Brandenburg“.

Facebook-Nutzer Ron Peter Lein nimmt das Thema mit Humor – und sieht in Jenny Günther „die nächste Petry im Wachstum“. Nutzer Mund Em geht mit einem Augenzwinkern sogar noch weiter, und sieht Günther „quasi als Petryschale der AfD“.

Von MAZonline

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