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Brandenburg Breitensport boomt in Brandenburg
Brandenburg Breitensport boomt in Brandenburg
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15:00 17.03.2017
Quelle: Jan Kuppert
Potsdam

Der Breitensport boomt in Brandenburg: Die Zahl der Mitglieder in den Sportvereinen sei im vergangenen Jahr um mehr als 10.000 auf gut 342.000 gewachsen, berichtete der Präsident des Landessportbundes, Wolfgang Neubert, am Freitag in Potsdam. Der Zuwachs sei nicht nur im Berliner Speckgürtel, sondern über das ganze Land zu verzeichnen.

Fußballvereine haben die meisten Mitglieder

Das größte Interesse gilt nach wie vor dem Fußball mit insgesamt knapp 81.000 Vereinsmitgliedern, gefolgt vom Märkischen Turnerbund (19.192) und dem Behindertensportverband (17.006). In Brandenburg gibt es mehr als 3000 Sportvereine.

Dabei zeigen die Breitensportler auch wachsenden Ehrgeiz. Die Zahl der jährlich vergebenen Sportabzeichen stieg von 6400 im Jahr 2014 auf rund 9000 im vergangenen Jahr.

Besonders beliebt: Gesundheitssport

Der große Mitgliederzuwachs sei unter anderem dem Ausbau der Angebote im Gesundheitssport zu verdanken, sagte Geschäftsführer Andreas Gerlach. „Inzwischen gibt es in Brandenburg 320 zertifizierte Angebote in 92 Vereinen, etwa für Menschen mit Rückenleiden oder Herz-Kreislauf-Krankheiten.“ Zudem hätten sich neue Angebote der Vereine in Kitas und Schulen gelohnt. Der Landessportbund hat rund 1600 Mitglieder im Alter unter sieben Jahren.

Veranstaltungen mit Flüchtlingen

Die Sportvereine organisierten auch mehr als 300 Sportveranstaltungen mit Flüchtlingen. Dazu zählten Beachcamps mit Jugendlichen, Schwimmcamps für Frauen und eine landesweite Straßenfußball-Tour in fünf Städten. Das Programm „Integration durch Sport“ wird mit jährlich 680 000 Euro gefördert.

Erhalt der Sportstätten eine große Herausforderung

Als große Herausforderung nannte Gerlach angesichts des Zulaufs neuer Mitglieder den Erhalt und Ausbau der Sportstätten. Dafür stehen bis 2020 insgesamt 19 Millionen Euro von der EU und vom Land zur Verfügung. Allein 5 Millionen Euro sollen in den Bau von Kunstrasenplätzen fließen. Allen Sportbegeisterten könne man es aber trotzdem nicht recht machen, betonte Gerlach: „Wir werden nicht jede Sportart an jedem Ort bieten können.“

Von Klaus Peters

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