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Brandenburg Rolls-Royce will Aufgaben nach Deutschland verlagern
Brandenburg Rolls-Royce will Aufgaben nach Deutschland verlagern
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15:28 13.12.2018
Triebwerksmontage in Dahlewitz (Teltow-Fläming). Quelle: dpa/Hirschberger
Potsdam

Der britische Flugzeugturbinenbauer Rolls-Royce bereitet sich auf den Brexit vor und treibt seine Pläne für eine Verlagerung von Aufgaben nach Deutschland voran. Wie ein Sprecher des Unternehmens sagte, arbeite man derzeit mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) daran, die Sparte für Zulassungen und Prüfprozesse für große Flugzeugmotoren nach Deutschland umzusiedeln.

Die Zulassung von Motoren für kleinere Businessmaschinen wird bereits in Deutschland erledigt. Die Umstrukturierung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, die auch wieder rückgängig gemacht werden könne, hieß es. Eine Verlagerung von Arbeitsplätzen von Großbritannien an den Standort in Dahlewitz (Teltow-Fläming) sei damit nicht verbunden, hieß es. Es handele sich eher um einen „bürokratischen Vorgang“.

Trotz Brexit-Turbulenzen: Aktienkurs steigt

Hintergrund: Nach einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union müssen Flugzeugteile nach EU-Recht geprüft und zugelassen werden. Andernfalls dürfte das Unternehmen nicht mehr liefern. Einem Bericht des britischen „Independent“ zufolge hat Rolls-Royce auch damit begonnen, die Ersatzteilbestände in Deutschland aufzustocken.

Am Mittwoch hatte das Unternehmen neue Zahlen präsentiert und damit trotz der Brexit-Turbulenzen die Anleger überzeugt. Der Aktienkurs sprang an der Londoner Börse um bis zu 4,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte ein Ergebnis zwischen 300 und 500 Millionen Pfund angepeilt. Nun kündigte Rolls-Royce an, dass der Betriebsgewinn in der zweiten Jahreshälfte eher in der oberen Hälfte der Spannbreite liegen wird. Zuvor hatten die Briten mit Lieferverzögerungen an Airbus zu kämpfen. Für 2019 erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Produktionszahlen für das Triebwerk Trent 7000 für den Airbus A330 neo.

Von Torsten Gellner

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