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Brandenburg Bühnenverein will Internet-Angebote erweitern
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18:27 30.05.2015
Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler steht an der Spitze des Deutschen Bühnenvereins. Quelle: dpa
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Potsdam

Sie gilt als charmant, zielstrebig und durchsetzungsstark: Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos). Die elegante Powerfrau mit der grauen Kurzhaarfrisur hat schon viele Hürden gemeistert, nicht zuletzt das Millionenprojekt Elbphilharmonie. Jetzt ist die erfahrene Kulturpolitikerin Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins - als erste Frau in einer langen Reihe von zahlreichen Männern in der mehr als 150 Jahre langen Geschichte des Vereins.

Für die 65-Jährige ist Kulturpolitik Gesellschaftspolitik. Die daher nicht in der Vermeidung von Debatten bestehe, „sondern darin, sie anzustoßen, vielleicht sogar, sie zu erzeugen“, wie sie einmal sagte. Es gehe darum, den „Eigensinn, die Subversion, die produktiven Zweifel in den Künsten“ für die Gesellschaft zu nutzen. Die mehr als 470 Mitglieder im Bühnenverein, darunter Stadt- und Staatstheater einschließlich aller Opernhäuser, dürften mit ihr eine starke Fürsprecherin bekommen.

Soziale Funktion des Theaters soll geschärft werden

Kisseler tritt die Nachfolge von Klaus Zehelein an, der das Ehrenamt zwölf Jahre lang innehatte. Sie werde sich insbesondere für die finanzielle Absicherung der Häuser einsetzen, betonte sie. Der 74-jährige Zehelein hatte das Amt abgegeben, nachdem er bereits im vergangenen Sommer aus der Bayerischen Theaterakademie ausgeschieden war. Kisseler gilt als durchsetzungsstark und hat dies zuletzt beim Millionenprojekt Elbphilharmonie bewiesen, die nun nach zahlreichen Pannen Anfang 2017 eröffnet werden soll.

Künftig möchte sie den Blick der Politik für die soziale Funktion der Theater schärfen. Barbara Kisseler sagte am Samstag zum Abschluss der Jahreshauptversammlung des Verbands in Potsdam: „Theater sind schon lange nicht mehr eine moralische Anstalt des gehobenen Bildungsbürgertums, sondern ein sozialer Ort, wo sich Multiplikatoren und gesellschaftliche Gruppen präsentieren können.“

Bühnenverein hofft auf das Internet

Die Theater-Chefs sprachen auf ihrer Tagung auch über mehr Internet-Präsenz. „Dabei geht es nicht nur um Live-Streams von großen Aufführungen, sondern auch um spezielle Angebote nur für das Netz, mit denen wir neues Interesse auch für die Theater gewinnen können“, sagte der Direktor des Bühnenvereins, Rolf Bolwin. Er hofft auf einen ähnlichen Effekt wie in der Popmusik. „Da sorgen die Clips im Netz für eine Renaissance der Live-Konzerte.“

Die Theater müssten sich noch mehr nach Außen öffnen, forderte Kisseler. „Wir brauchen neue Bündnisse mit der Wirtschaft, Sozialpolitik und Bildungspolitik.“ Dabei könnten die Häuser nicht darauf warten, dass etwa Schulklassen auf das Theater zukämen, sondern müssten selbst Schülerprojekte initiieren.

„Es gibt bei den jungen Menschen ein großes Interesse, mal als Star auf der Bühne zu stehen“, meinte die Präsidentin. Dies könne man auch positiver nutzen, anders, als dies manchmal in der Unterhaltungsindustrie geschehe.

Von MAZonline/dpa

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