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Buga-Gelände wegen Sturm geschlossen

“Zeljko“ über Brandenburg Buga-Gelände wegen Sturm geschlossen

Sturm „Zeljko“ hat in Deutschland gewütet. Brandenburgs Einsatzkräfte hielt er in Atem. Vorsichtshalber wurde sogar das Buga-Gelände in Rathenow geschlossen. Trotzdem war „Zeljko“ gnädig. Was bleibt sind zahlreiche Einsätze, viele umgestürzte Bäume und jede Menge Sachschäden.

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In Ferch stürzte ein Baum auf die Straße. Immer wieder mussten die Rettungskräfte in Brandenburg wegen des Sturmtiefs zu ähnlichen Einsätzen ausrücken.

Quelle: Julian Stähle/Patrick Plönning

Brandenburg. Sonnabend wurde es stürmisch in Brandenburg. Sturmtief „Zeljko“ sorgte für viele Einsätze der Rettungskräfte. Trotzdem fällt die Bilanz relativ positiv aus, denn richtig große Schäden blieben der Mark erspart.

Bis tief in die Nacht rückten die Brandenburger Feuerwehren immer wieder aus. Sie räumten umgestürzte Bäume und abgerissene Äste von den Straßen. Einige waren auch auf Häuser und Grundstücke gekracht. Schon im Vorfeld hatte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes vor umstürzenden Bäumen gewarnt. Gerade in dieser Jahreszeit sei die Gefahr groß, denn die belaubten Kronen bieten besonders viel Angriffsfläche. Drückt eine Windböe mit bis zu 85 Kilometer die Stunde dagegen, hält nicht jeder Baum stand.

Allein in Potsdam und im Umland musste die Feuerwehr zu mehr als 150 Einsätzen. „Zum Glück gab es keine Verletzten“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr in Brandenburg. Ein Baum ist in Potsdam Grube auf ein Haus gestürzt, in der Zeppelinstraße beschädigte ein Ast zwei abgestellte Autos.

Ein knapp 50 Zentimeter dicker Baum fiel in Potsdam-Grube auf ein Bungalow

Ein knapp 50 Zentimeter dicker Baum fiel in Potsdam-Grube auf ein Bungalow.

Quelle: Julian Stähle/Patrick Plönning

Zwischenzeitlich war der Wind derart heftig, dass ein Kastanienbaum in Geltow von ihm gespalten wurde. Das Holz verteilte sich auf der angrenzenden Straße.

Die lang ersehnte Potsdamer Erlebnisnacht in der Innenstadt wurde aus Vorsicht bereits früher beendet als üblich. Der Wind fegte durch die Straßen, dann regnete es auch noch. Viele Gäste hatten dem Unwetter lange getrotzt und sich die Stimmung nicht nehmen lassen. Ungemütlich war es dennoch.

HIER die Bilanz aus Potsdam und dem Umland lesen>>

Auch im Havelland war die Sirene im Dauereinsatz. Mehr als 50 Mal rückten die Feuerwehrmänner zu Sturm-Einsätzen aus. Zwischen Berge und Ribbeck war am Sonnabend beispielsweise ein Baum auf die Straße gefallen. Die Bundesstraße wurde kurzzeitig gesperrt, bis die Feuerwehrleute den Stamm zersägt und weggeräumt hatten.

In Falkensee krachte ein Baum auf ein Hausdach und richtete großen Schaden an. Die Besitzer konnten sich in Sicherheit bringen. Auf dem Sportplatz in der Leistikowstraße kippte ein Pappel um. Kurios: Es krachte genau in dem Moment, als das Team von Falkensee-Finkenkrug von einem Auswärtsspiel zurückkehrte. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn sie vor Ort gespielt oder trainiert hätten.

Neben dem Sturm zog vielerorts in Brandenburg auch ein Gewitter auf. Zwischen Senzke und Haage im Havelland brannte am Sonnabend ein Baum. Das Feuer wurde vermutlich durch einen Blitzeinschlag ausgelöst.

Als der Sturm einsetzte, schloss die BUGA in Rathenow ihre Tore. Nach dem tödlichen Unfall eines Besuchers im Juni ist man nun vorsichtig geworden. Die Räumung sei stressfrei vonstatten gegangen, sagte Stefan Wegner, der für Rathenow verantwortliche Chef vom Dienst. Die Besucher hätten die Entscheidung, das Gelände zu räumen, mit Verständnis aufgenommen. Auf dem Gelände habe der Sturm dann weniger Schaden angerichtet, als befürchtet. Im Optikpark sei ein größerer Baum umgestürzt, auf dem Weinberg ein kleinerer. Außerdem habe man etliche Äste beseitigen müssen.

HIER die Bilanz aus dem Havelland lesen>>

In der Hauptstadt Berlin hielt das Sturmtief die Feuerwehrleute bis zum Sonntagmorgen auf Trab. Knapp 150 wetterbedingte Einsätze gab es. Auch hier gab es vor allem heruntergefallene Äste. Wegen umgestürzter Bäume fielen in der Nacht zu Sonntag einige S-Bahn-Verbindungen aus. Ein Oberleitungsschaden in Berlin Köpenick sorgte außerdem dafür, dass zwei Regionalzüge liegen blieben. Für rund 100 Fahrgäste endete die Tour in Rahnsdorf. Sie wurden von Polizisten in Sicherheit gebracht.

Baustellen- und Verkehrsschilder krachten immer wieder um

Baustellen- und Verkehrsschilder krachten immer wieder um.

Quelle: Julian Stähle/Patrick Plönning

Doch nicht nur Bäume boten eine Angriffsfläche für die starken Windböen. Auch Verkehrsschilder und Baustellenabsperrungen konnten dem Sturm nicht trotzen. Die Einsatzkräfte hatten einiges zu tun, um sie wieder aufzustellen – etwa auf der B273 in Richtung Marquardt.

Von MAZonline

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