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Brandenburg Buga-Macher trotz Besucherflaute zufrieden
Brandenburg Buga-Macher trotz Besucherflaute zufrieden
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08:04 12.10.2015
Letzte Buga-Besucher am Sonntag in Havelberg. Quelle: dpa-Zentralbild
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Havelberg

Die Bundesgartenschau in der Havelregion endet mit deutlich weniger Gästen als geplant und einem Millionendefizit. In den vergangenen 177 Tagen hatte die Schau 1,05 Millionen Besucher, wie die Veranstalter am Sonntag in Havelberg (Sachsen-Anhalt) mitteilten. Damit blieb sie deutlich unter der erwarteten Marke von 1,5 Millionen Gästen. Dadurch ist nach Angaben der Veranstalter ein Defizit von rund zehn Millionen Euro entstanden.

Die Buga wurde erstmals nicht an einem, sondern an fünf Orten veranstaltet – neben Havelberg gehörten dazu Brandenburg/Havel, Premnitz, Rathenow und Stölln. Diese Orte hatten rund 35 Millionen Euro investiert.

Buga-Chef: „Kein bitterer Nachgeschmack“

Der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Jochen Sandner, verteidigte das Konzept mit mehreren Standorten. „Da ist überhaupt kein bitterer Beigeschmack oder gar schlechte Laune. Es war ein Stückchen Neuland.“ Bei den Gästen sei dies sehr gut angekommen und für die kommenden Jahre gebe es Interessenten für ähnliche Konzepte. Sandner betonte, man müsse sich aber auch auf veränderte Sehgewohnheiten einstellen.

Die nächste große Schau für Blumen- und Pflanzenfans sei die Internationale Gartenausstellung 2017 (13. April bis 15. Oktober) in Berlin. Es werde eine moderne Gartenschau mit internationalen Beiträgen.

Stadtchefs zeigen sich ebenfalls zufrieden, Kosten bereiten aber Sorgen

Die Macher der Bundesgartenschau in der Havelregion zeigten sich trotz der schlechten Zahlen zufrieden. Die Region sei bekannter geworden und zusammengewachsen, sagte die Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel und Vorsitzendes des Buga-Zweckverbandes, Dietlind Tiemann (CDU). Es seien 100 Millionen Euro Investitionen in die Region geflossen. Viele Menschen seien erstmals gekommen. Die Unterkünfte seien ausgebucht gewesen – mehr Werbung hätte nicht gemacht werden können, so Tiemann. Mehrere Stadtchefs betonten dennoch, die Mehrkosten seien schwer zu stemmen.

Von Dörthe Hein

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