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Bundesanwalt greift in Maskenmann-Fall ein

Antrag beim Bundesgerichtshof Bundesanwalt greift in Maskenmann-Fall ein

Im Fall des spektakulären Maskenmann-Prozesses hat sich die Generalbundesanwaltschaft eingeschaltet. Sie will verhindern, dass der Prozess gegen den mutmaßlichen Erpresser und Entführer, der im vergangenen Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, neu aufgerollt wird – trotz der vielen Polizeipannen.

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Der verurteilte Dachdecker Mario K. im Frankfurter Landgericht.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Im Fall des spektakulären Maskenmann-Prozesses hat sich die Generalbundesanwaltschaft eingeschaltet. Sie will verhindern, dass der Prozess gegen den mutmaßlichen Erpresser und Entführer, der im vergangenen Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, neu aufgerollt wird. Der Generalbundesanwalt hat beim Bundesgerichtshof den Antrag gestellt, die Revision als unbegründet zu verwerfen, berichtet der RBB unter Berufung auf Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg.

Auch Nebenklage legte Revision ein -trotz „lebenslänglich“

Sowohl der verurteilte Mario K. als auch die Nebenkläger hatten gegen das Urteil Revision eingelegt. Mario K. hatte seine Unschuld beteuert, die Nebenkläger – die mutmaßlichen Opfer – wollen erreichen, dass K. noch in Sicherungsverwahrung kommt. Laut Rautenberg hat der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof den Antrag gestellt, die Revision des Angeklagten und die der Nebenkläger als unbegründet zu verwerfen. Jetzt komme es darauf an, wie der Bundesgerichtshof sich zu dem Antrag stelle, so Rautenberg laut RBB.

Viele Polizeipannen überschatteten den Prozess

In einem umstrittenen Indizienprozess hat das Landgericht Frankfurt (Oder) im Juni vergangenen Jahres den gelernten Dachdecker Mario K. zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann eine Millionärsfamilie in Bad Saarow überfallen und in Storkow Oder-Spree) einen Manager entführt hat. Der Fall war von vielen Polizei- und Ermittlungspannen überschattet worden.

In dem Prozess standen sich die Aussagen von Polizisten teils diametral gegenüber. Kritische Beamte hatten beklagt, dass wichtige Spuren nicht verfolgt werden sollten.

Die Brandenburger Polizei war deswegen in die Kritik geraten. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) ließ die Maskenmann-Ermittlungen intern aufarbeiten, zumal auch die Führungskultur innerhalb der Polizei Fragen aufwarf. Die Polizei startete in der Folge eine Transparenz- und Kontroll-Offensive.

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Von MAZOnline

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