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Bundesgerichtshof richtet über Maskenmann

Dreimal Revision im Maskenmann-Fall Bundesgerichtshof richtet über Maskenmann

Der Maskenmann-Fall beschäftigt bald den Bundesgerichtshof. Gleich drei Revisionen wurden eingereicht. Inzwischen ist die Frist abgelaufen. Schon nach der Urteilsverkündung hatten die Verteidiger weitere Schritte eingeleitet. Nun zogen auch zwei Nebenkläger nach.

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Der Maskenmann-Fall wird neu verhandelt.

Quelle: dpa-Zentralbild

Frankfurt/Oder. Das letzte Wort im Maskenmann-Prozess ist noch nicht gesprochen. Nach dem Urteil ist insgesamt dreimal Revision eingelegt worden. Neben der Verteidigung handelt es sich um zwei der vier Nebenkläger, wie das Landgericht Frankfurt (Oder) am Montag mitteilte. Die Revisionsfrist war am Freitag abgelaufen.

Ein Opferanwalt hatte davor bereits angekündigt, vorsorglich Rechtsmittel einlegen zu wollen. Jetzt muss sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem spektakulären Prozess um die Entführung eines Bank-Managers und die Überfälle auf Millionärsfamilien südöstlich von Berlin befassen. Das könnte nach Angaben des Landgerichts Monate dauern.

Lebenslang für Mario K.

Die Frankfurter Richter hatten den 47 Jahre alten Mario K. Mitte Juni wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der angeklagte frühere Dachdecker, der zuletzt in Berlin gewohnt lebte, hatte die Taten in dem Indizienprozess bestritten. Bei seinen Überfällen trug er stets eine Art Imkermaske.

Doch der Fall schlug große Wellen. Die ganze Mark verfolgte Kriminalfall, in dem die Ermittlungsarbeit in den Fokus geriet. Polizeibeamte zweifelten vor Gericht an den Angaben des Entführungsopfers. Der Banker konnte sich nach eigenen Angaben nach mehr als einem Tag von der Schilfinsel, auf die der maskierte Täter ihn gebracht hatte, befreien. Einige Ermittler sagten aus, dass sie nicht in alle Richtungen - etwa einer fingierten Entführung - hätten ermitteln dürfen. Ihre Vorgesetzten bestritten das vehement. Am Ende dankte sogar Polizeipräsident Arne Feuring ab. Kurz vor Urteilsverkündung gab zum Abschluss noch einen Wiedereintritt in die Beweisaufnahme. Allerdings nicht zugunsten des Angeklagten.

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Von MAZonline

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