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Bundestagswahl 2017 SPD kämpft um eine ihrer letzten Hochburgen
Brandenburg Bundestagswahl 2017 SPD kämpft um eine ihrer letzten Hochburgen
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10:08 22.08.2013
Quelle: dpa
Oranienburg

Das unabhängige Analysebüro election.de hat eine Prognose für die Direktmandate aller 299 Bundestagswahlkreise erstellt. Im Wahlkreis 58 (Oberhavel/Havelland) gewinnt demnach "vermutlich" die SPD mit Angelika Krüger-Leißner. Sie würde damit eine der letzten sozialdemokratischen Hochburgen verteidigen. Laut Prognose gelten deutschlandweit nur sechs Wahlkreise als "sicher" für die SPD, 18 gewinnt die Partei "wahrscheinlich" und 38 werden "vermutlich" von der SPD gewonnen. Für die Partei von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück könnte es demnach noch schlimmer kommen als bei der Wahl 2009. Immerhin würden die zuletzt in Brandenburg gewonnenen Abstimmungsbezirke verteidigt.

Der benachbarte Wahlkreis 59 (Märkisch-Oderland/Barnim II) ginge wieder an die Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann (Linke). Zwei weitere Wahlkreise könnte die Linke nicht mehr halten.

Die SPD hatte in Oberhavel/Havelland 2009 noch 29,2 Prozent der Erststimmen und 25,6 Prozent der Zweitstimmen erzielt. Das Votum für Krüger-Leißner war damit deutlicher ausgefallen als für ihre Partei. Auf Uwe Feiler (CDU) entfielen 27,7 Prozent der Erststimmen, Harald Petzold (Linke) erhielt 24,2 Prozent. Für die FDP kandidierte damals der jetzige Kreisvorsitzende Horst-Peter Stein (7,8Prozent). Der grüne Kandidat Dietmar Strehl erhielt 7,3 Prozent. Die Mühlenbecker Hundefrisörin Lore Lierse erzielte für die rechtsextreme NPD 3,2 Prozent.

In diesem Jahr treten im Wahlkreis 58 gleich zehn Direktkandidaten an, darunter auch der Einzelbewerber Erhard Peschel aus Zehdenick.

Von Klaus D. Grote

Zehn Kandidaten im Wahlkreis 58

  • Harald Alfred Petzold (50) tritt erneut für die Linke an. Bei der Nominierung hatte er 107 von 122 Stimmen erhalten. Der Lehrer aus Falkensee war bereits Landtagsabgeordneter und sitzt im Kreistag Havelland.
  • Angelika Krüger-Leißner (62) verteidigt das Mandat. 1998 erhielt die SPD-Abgeordnete mit 49,6 Prozent der Erststimmen das bis dahin beste Ergebnis für die SPD in Oberhavel. Seither ging es kontinuierlich zurück – auf zuletzt 29,2 Prozent.
  • Uwe Wolfgang Werner Feiler startet für die CDU den zweiten Versuch. Der 47-Jährige erreichte 2009 nur anderthalb Prozent weniger Erststimmen als Krüger-Leißner. Der gebürtige Niedersachse arbeitet als Finanzbeamter in Sachsen-Anhalt und lebt in Spaatz im Havelland.
  • Georg Neubauer (54) aus Dallgow (Havelland) tritt diesmal für die FDP an. Der promovierte Wirtschaftsingenieur stammt aus Osnabrück in Niedersachsen.
  • Maria Heider (54) bewirbt sich für die Grünen erstmals um ein politisches Mandat. Politisch ist sie bereits bewandert. Im Bundesfinanzministerium ist die gebürtige Rheinländerin, die in Dallgow-Döberitz (Havelland) lebt, Referatsleiterin für Europafragen.
  • Anke Margarete Domscheit-Berg, Landeschefin der Piraten aus Fürstenberg, will mehr Transparenz in die Politik bringen. Die gebürtige Premnitzerin hat einen aussichtsreichen Listenplatz. Die 44-Jährige ist die jüngste Kandidatin im Wahlkreis.
  • Brigitte Charlotte Hedwig Müller aus Schönwalde (Havelland) tritt für die Deutsche Kommunistische Partei an. Die 72-jährige Rentnerin ist auch Landesvorsitzende der DKP.
  • Peter Hubert Heck (62) ist Steuerberater aus Brieselang (Havelland). Er tritt für die Freien Wähler an.
  • Detlef Appel ist Kandidat der rechtsextremen NPD. Der 57-jährige Oranienburger ist bereits Kreistagsabgeordneter und Stadtverordneter.
  • Erhard Willi Hermann Peschel aus Zehdenick bemüht sich als unabhängiger Einzelbewerber ums Direktmanadat. Der 60-Jährige ist Anlagenbauer und führt einen Antennenservice.
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