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Wahlkreis 58 CDU und Linke feiern, SPD ist schockiert
Brandenburg Bundestagswahl 2017 Wahlkreis 58 CDU und Linke feiern, SPD ist schockiert
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18:36 23.09.2013
Quelle: Enrico Kugler
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Havelland/Oberhavel

Denn am Ende der langen Wahlnacht fügten sich die Zahlen aus den Wahllokalen in allen osthavelländischen Gemeinden zum gleichen Bild. CDU-Kandidat Uwe Feiler hatte Stimme um Stimme eingeheimst, sein Ergebnis lag überall mindestens zehn Prozent über den Zahlen von 2009, in Schönwalde holten die Christdemokraten nie da gewesene 39,8 Prozent, in Dallgow sogar 41,2. Selbst Nauen, bislang fest in sozialdemokratischer Hand, wählte CDU und Feiler. Insgesamt holte Feiler fast 20000 Stimmen mehr als vor vier Jahren und hängte seine SPD-Kontrahentin Angelika Krüger-Leißner um rund 16500 Stimmen ab. Entsprechend erfreut zeigte sich der havelländische CDU-Chef Dieter Dombrowski, der von einem "überwältigenden Ergebnis" spricht. "Wir haben deutlich gemacht, dass Brandenburg keiner Partei gehört. Nicht der CDU, aber auch nicht der SPD", so Dombrowski.

Von der Deutlichkeit wurde am Wahlabend auch die SPD überrascht, allerdings böse. Angelika Krüger-Leißner hat nach 15 Jahren ihr Bundestagsmandat verloren. Auch über die Landesliste war sie nicht ausreichend abgesichert. Damit dürfte die bundespolitische Karriere der 62-Jährigen beendet sein. Es herrschte Begräbnisstimmung bei den Sozialdemokraten. Krüger-Leißner ließ gestern Nachmittag nur ein kurzes Statement verlauten, in dem sie ihren Wählern dankte und Uwe Feiler und Harald Petzold viel Erfolg im Bundestag wünschte. Telefonisch war sie nicht zu erreichen.

Die rechtsextreme NPD hielt dagegen ihr Niveau der letzten Bundestagswahl. Sie landete bei 2,4 Prozent, es gab kaum Ausschläge nach oben. Der größte: Im Nauener Ortsteil Bergerdamm, wo 176 Einwohner an die Urnen traten, erhielt der Direktkandidat der NPD 8,4 Prozent.

Von Oliver Fischer, Klaus D. Grote und Frauke Herweg

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