Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wahlkreis 58 Der Wahl-Countdown läuft
Brandenburg Bundestagswahl 2017 Wahlkreis 58 Der Wahl-Countdown läuft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 24.09.2017
Rechts-Links? 15 Parteien treten in den Wahlkreisen 56 und 58 zur Bundestagswahl an. Quelle: Marlies Schnaibel
Anzeige
Havelland

„Alle waren überrascht“, sagte Rudi Mießner, Kreiswahlleiter für den Wahlkreis 58. „Überrascht von der Briefwahl“. In allen Gemeinden haben bereits jetzt deutlich mehr Bürger diese Form der Stimmabgabe gewählt als in der Vergangenheit. Von den 327 Wahllokalen sind 41 Briefwahllokale. Das Ganze ist ein Trend, den man auch in der größten Stadt des Havellandes spürt. Schon jetzt haben mehr als 7000 Falkenseer per Brief gewählt, fast doppelt so viele wie bei der Wahl zuvor. Deshalb gibt es in Falkensee in diesem Jahr sieben Briefwahllokale.

Gezählt wird dort wie in allen anderen Wahllokalen aber auch erst am Sonntag ab 18 Uhr. Mit etwa 240 000 Wahlberechtigten gehört der Wahlkreis 58 zu den drei wählerstärksten Wahlkreisen Brandenburgs. Zum Wahlkreis gehören neben dem Landkreis Oberhavel auch große Teile des Osthavellandes: Falkensee, Dallgow-Döberitz, Ketzin/Havel, Wustermark, Brieselang und Schönwalde-Glien.

Im Kampf um das Direktmandat rechnet sich Uwe Feiler (CDU) Chancen auf einen Wiedereinzug aus. Vor vier Jahren hatte er Angelika Krüger-Leißner überholt, die zuvor vier Mal das Direktmandat für die SPD gewonnen hatte. Sieges(selbst)sicher zeigte sich Uwe Feiler aber am Donnerstag trotzdem nicht. Seinen jungen Herausforderer von der SPD, Benjamin Grimm, will er nicht unterschätzen, auch weil dieser wahrhaft intensiv plakatiert hat. „Der Wahlkampf geht bis zum letzten Tag“, sagte Uwe Feiler und gestand, dass ihm noch ein weiterer Kampf bevorsteht. Sollte er den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag schaffen, will er ab dem 25. September nicht mehr rauchen.

Den Wiedereinzug in den Bundestag würde auch gern Harald Petzold von den Linken schaffen, der Falkenseer sitzt als zweiter Havelländer derzeit im Parlament und muss wegen seines Listenplatzes bangen. „Auch, wenn das mit Berlin für mich persönlich vielleicht nicht klappt, bin ich mit vollem Herzen im Wahlkampf dabei und kämpfe bis Sonntag um Zweitstimmen für unsere Partei“, sagte er.

Große Fläche, aber eher weniger Wähler, das ist der Wahlkreis 56 mit Prignitz/Ostprignitz-Ruppin/Havelland I. Der Wahlkreis war neu zugeschnitten worden, so dass neben dem Amt Friesack auch die Stadt Nauen dazu gehört. 176 461 Frauen und Männer sind zwischen Nauen und Wittenberge aufgerufen, ihre Kandidaten zu wählen. Mit Sebastian Steineke will auch hier ein CDU-Mann sein Direktmandat verteidigen. Das hatte er vor vier Jahren mit fast vier Prozent Vorsprung vor Dagmar Ziegler geholt, die Sozialdemokratin ist diesmal seine Herausforderin.

In drei Städten dieses Wahlkreises werden am Sonntag Bürgermeister gewählt, in Nauen, Rheinsberg und Pritzwalk. Der 15. Oktober ist schon mal als Termin für mögliche Stichwahlen reserviert.

Von Marlies Schnaibel

Der Wahlkreis 58 liegt nördlich von Berlin. Hier leben über 10 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Hier sind über 230.000 Einwohner wahlbrechtigt. Fast 20.000 Menschen unter 65 beziehen in diesem Gebiet Hartz IV. Die CDu hat bei der Bundestagswahl 2013 mit Abstand die meisten Stimmen geholt.

30.08.2017
Havelland Mit Feiler und Petzold, aber ohne Krüger-Leißner - CDU und Linke feiern, SPD ist schockiert

Was für eine Enttäuschung: Anke Krüger-Leißner muss sich nach 15 Jahren von ihrem Bundestagsmandat verabschieden. Sie verlor ihr Direktmandat und auch über die Landesliste hat es nicht funktioniert. Die CDU trimphierte dagegen auch im Wahlkreis 58. Harald Petzold (Linke) kann sich ebenfalls freuen. Eine "öffentliche Demütigung" erlebte dagegen der FDP-Kandidat.

24.09.2013
Havelland Interview mit Wahlgewinner Uwe Feiler von der CDU - "Das ist ein Einschnitt in meinem Leben"

Im zweiten Anlauf hat es Uwe Feiler geschafft. Der CDU-Kandidat holte 65.084 Erststimmen (37,5 Prozent). Das sind fast 9,5 Prozentpunkte mehr als die Zweitplatzierte und bisherige Abgeordnete Angelika Krüger-Leißner (SPD) erreichte. Trotzdem warnt er seine Partei vor Euphorie.

24.09.2013
Anzeige