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Brandenburg Umweltministerin sieht in Finanzspritzen keine Lösung
Brandenburg Umweltministerin sieht in Finanzspritzen keine Lösung
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18:15 06.08.2018
Vor allem Landwirte in Ostdeutschland haben es mit extremer Trockenheit zu tun. Quelle: dpa
Potsdam

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat die Forderung des Deutschen Bauernverbands nach Milliardenhilfen wegen Dürre-Schäden zurückgewiesen. Zwar habe sie „großes Verständnis für die aktuelle Not vieler Landwirte“, sagte die SPD-Politikerin im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Aber wir dürfen nicht nur über kurzfristige Finanzspritzen reden“, sagte Schulze. „Es kann nicht nur darum gehen, kurzfristig Ernteausfälle auszugleichen –wir brauchen eine konsequente Strategie zur Klimaanpassung in der Landwirtschaft, und die sollte natürlich auch mit ausreichend Geld unterlegt sein“, forderte sie.

Osten soll sich an Trockenperioden anpassen

Svenja Schulze (SPD), Bundesumweltministerin, lehnt Milliardenhilfen ab. Quelle: dpa

Schulze rief die Landwirte zu einem generellen Umdenken auf: „Denn die Landwirtschaft in Deutschland muss sich grundsätzlich auf häufigere Extremwetterlagen einstellen – seien es Trockenzeiten wie jetzt oder langanhaltende Regenperioden wie im letzten Jahr, als vielen Landwirten das Wasser buchstäblich bis zum Halse stand.“ Gerade im Osten Deutschlands würden Anpassungsmaßnahmen an lange Trockenperioden zunehmend wichtiger.

Brandenburgs Bauern pochen auf Hilfen

Brandenburgs Bauern pochen dagegen auf Soforthilfen. Viele Betriebe seien in ihrer Existenz bedroht, sagte Bauernpräsident Henrik Wendorff. „Da sich auch die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau befinden, müssen die Hilfen möglichst schnell wirksam werden“, sagte er. Außerdem müsse es den Landwirten erlaubt werden, ökologische Vorrangflächen abzuernten, die dem Erhalt der Artenvielfalt dienen sollen. Die Bauern seien auf den Grünschnitt angewiesen, weil die Futtervorräte extrem knapp seien.

Am Dienstag findet ein Treffen der Agrarministerien auf Arbeitsebene statt. Konkrete Beschlüsse über etwaige Dürre-Hilfen werden nicht erwartet. Die Bundesregierung will erst ab Ende August über zusätzliche Hilfen für Bauern wegen der großen Hitze und Trockenheit entscheiden. Dann liege der vollständige Erntebericht vor, den man abwarten müsse, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Von Torsten Gellner und Marina Kormbaki

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