Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Bundeswehr hinterlässt 540.000 Euro Schaden

Kaputte Straßen in Brandenburg Bundeswehr hinterlässt 540.000 Euro Schaden

Spur der Verwüstung: Bei einem Manöver Anfang Juni in Brandenburg hat die Bundeswehr wiederholt enormen Schaden angerichtet. Wieder rollten Panzer durchs Havelland, wieder wurden die Straßen beschädigt. Es ist klar, wer am Ende für die Schäden aufkommen muss.

Voriger Artikel
Asylverfahren überlasten Verwaltungsgerichte
Nächster Artikel
Nach A10-Todescrash: Mann in Lebensgefahr

Panzer rollen am 6. Juni durch Lietzow (Havelland).

Quelle: Christian Pörschmann

Potsdam. Das Panzer-Manöver der Bundeswehr im Juni in Brandenburg hat einen Schaden von schätzungsweise rund 540 000 Euro angerichtet. Das geht aus einer Antwort von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Andrea Johlige hervor.

Demnach fuhren im Juni etwa 180 Fahrzeuge, vor allem Panzer auf Ketten, vor allem durch den Landkreis Havelland. Betroffen waren die Autobahnen 9 und 10, die Bundesstraßen 5 und 102 sowie die Landesstraße 17.

„Da die Bundeswehr inzwischen bewiesen hat, dass sie nicht in der Lage ist, die Straßen zu benutzen, ohne sie kaputt zu machen, sollte sie künftig andere Transportwege nutzen, bei denen sie keinen Schaden anrichtet“, sagte Johlige.

Einer früheren Anfrage zufolge wurden die Auflagen nicht vollständig eingehalten. Dies gelte auch für die genehmigte Strecke.

Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Bundeswehr bei einem „Verlegungsmarsch“ im Havelland schwere Schäden hinterlassen. Sie wurden mit schätzungsweise rund 100 000 Euro beziffert.

Wie es in der Antwort heißt, haben die neuen Schäden einen deutlich größeren Umfang und seien oft „sehr kleinteilig“. Zudem seien mehrere Kommunen betroffen. Die rund 540 000 Euro seien eine vorläufige Schätzung der Schäden an Bundes- und Landesstraßen. Eine detaillierte Auskunft zu den tatsächlichen Kosten sei erst möglich, wenn die Instandsetzung gänzlich abgerechnet sei.

Für die Arbeiten würden derzeit die Ausschreibungen vorbereitet, hieß es. Die Abrechnung zur Schadensregulierung gegenüber der Bundeswehr erfolge erst nach Abschluss der Instandsetzung voraussichtlich im Jahr 2016.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg