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Bunte Bilder gegen das „Komasaufen“

Plakatwettbewerb zum Alkoholmissbrauch Bunte Bilder gegen das „Komasaufen“

Trinken bis der Arzt kommt: Das sogenannte „Komasaufen“ ist unter Jugendlichen ein Problem. Jetzt startet ein Plakatwettbewerb zu dem Thema. Zwar gehen die Zahlen insgesamt zurück, doch es gibt immer mehr Mädchen im Vollrausch. Erst vor wenigen Tagen war eine 15-Jährige in der Prignitz so besoffen, dass ihren Eltern nun ernste Konsequenzen drohen.

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Minderjährige im Vollrausch: Zu dem Thema startet nun ein Plakatwettbewerb für Brandenburger Schüler von 12 bis 17 Jahren.

Quelle: dpa

Potsdam. Es ist wenige Tage her, da haben Polizisten in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) eine 15-Jährige im Vollrausch entdeckt. Das Mädchen hatte mit einer 18-jährigen Freundin vor einem Lebensmittel-Discounter Wodka, Bier und Sekt gebechert. Die Schülerin war so stark betrunken, dass sie nicht mehr ansprechbar war und sich mehrfach übergeben musste. Sie wurde mit dem Verdacht auf eine Alkoholvergiftung in eine Neuruppiner Klinik gebracht. Die 18-Jährige musste ebenfalls medizinisch versorgt werden. Und auch für die Eltern der jüngeren Trinkerin hatte der Vorfall folgen: Ermittlungen wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht. Der Fall passt zu aktuellen Zahlen, wonach zwar weniger Jugendliche nach exzessiven Trinkgelagen („Komasaufen“) im Krankenhaus landen, aber immer mehr Mädchen zur Flasche greifen und sich in den Vollrausch trinken.

Kunst gegen „Komasaufen“: Bestes Schüler-Plakat zum Thema gesucht

Ein künstlerischer Wettbewerb will für das Thema sensibilisieren. Nun startet die Kampagne „bunt statt blau“ in Brandenburg. Bundesweit können 11.000 Schulen an dem Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention teilnehmen. Im vorigen Jahr ging der Sieg nach Brandenburg: Da gewann Simon Naudé aus Falkensee mit einer Zeichnung, die einen Teufel in einer Flasche zeigt. „Der Blick des Teufels soll das Verlockende des Alkohols zeigen. Man soll sich nicht vom Alkohol oder von anderen verführen lassen“, hatte Simon Naudé dazu erklärt. Der diesjährige Plakatwettbewerb richtet sich an Schüler zwischen 12 und 17 Jahren. Gesucht werden Bilder, Fotos oder digitale Collagen. Einsendeschluss ist der 31. März.

Gesundheitsministerin Diana Golze: Sich bewusstlos trinken ist uncool

Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze unterstützt die Kampagne der DAK: „Jedes Kind mit einer Alkoholvergiftung ist eines zu viel. Deshalb unterstütze ich die Kampagne auch in diesem Jahr gern und freue mich, dass ich die Schirmherrschaft übernehmen durfte“, sagt Golze. „Obwohl die Zahlen erneut gesunken sind, behält das Thema leider seine Brisanz. Komasaufen ist nach wie vor ein Problem unter Jugendlichen. Ich setze darauf, dass die seit Jahren erfolgreiche DAK-Kampagne „bunt statt blau“ auch diesmal deutlich machen kann, dass es uncool ist, sich bewusstlos zu trinken.“ Im Jahr 2014 kamen bundesweit rund 23.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. In Brandenburg waren es 319.

Die Band Luxuslärm sitzt in der Jury – und singt übers Komasaufen

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler sitzt die Band „Luxuslärm“ wieder in der Bundesjury des Plakatwettbewerbs „bunt statt blau“. Die Band kündigt für ihr neues Studioalbum „Fallen und Fliegen“, das im Frühjahr erscheint, ein eigenes Lied zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen an: „Es wird den Song ,Federleicht’ geben, zu dem uns die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ,Komasaufen’ inspiriert hat“, so die Musiker.

Von MAZonline

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