Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
CDU: Regierung muss mit Bankern reden

Reaktionen auf den Brandbrief der Spreewaldbank CDU: Regierung muss mit Bankern reden

In Südbrandenburg liegt ein Geschäftshaus in Schutt und Asche, weil Panzerknacker einen Geldautomaten gesprengt haben. Kein Einzelfall, wie die betroffene Bank in einem Brandbrief an die Landesregierung beklagt. Doch der Hilferuf werde kaum ernst genommen, kritisiert Ingo Senftleben von der oppositionellen CDU. Ein Gesprächsangebot sei das Mindeste, sagt er.

Voriger Artikel
Alles zur Rekordhitze
Nächster Artikel
6000 Unterschriften gegen RE2-Streichliste

Die Sprengung eines Geldautomaten durch Kriminelle in Altdöbern verursachte einen Millionenschaden.
 

Quelle: dpa

Potsdam.  Klare Worte statt Bankgeheimnis: Der nicht alltägliche Hilferuf aus der Chefetage der Spreewaldbank Lübben (Dahme-Spreewald) in Richtung der Landesregierung hat Aufsehen erregt. Die Diskussionen über die Sicherheitslage im Land halten an. „Ich war überrascht, dass sich der Bankvorstand so deutlich zu Wort gemeldet hat“, sagte CDU-Landtagsfraktionschef Ingo Senftleben am Freitag der MAZ. „Aber noch mehr hat mich erstaunt, wie die rot-rote Landesregierung darauf reagiert hat.“

In einem unzweideutigen Brandbrief hatten sich die Spreewaldbank-Chefs Doreen Hackenberg-Mathow und Sven Thamm hilfesuchend an Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister Karl-Heinz Schröter (beide SPD) gewendet. „Wir fühlen uns nicht mehr sicher!“, hieß es in dem offenen Brief. Schuld allein sei nicht nur der Anschlag von Altdöbern, sondern eine Serie von Sprengungen und Überfällen in der Nachbarschaft, die allesamt nicht aufgeklärt seien. „Unsere Mitarbeiter haben Angst vor der Arbeit am Kassenschalter!“

Auf die Kritik, die auch auf die Polizeireform und den damit verbundenen Personalabbau abzielte, hatte die Landesregierung mit Zurückhaltung reagiert. Aus Woidkes Staatskanzlei hieß es knapp, die öffentliche Sicherheit sei der Regierung „sehr wichtig“, zuständig sei jedoch das Ressort von Innenminister Schröter. Dessen Sprecher äußerte Verständnis für die Sorgen. Ein Patentrezept gegen die zunehmende Kriminalität gebe es allerdings nicht.

CDU-Fraktionschef Senftleben, der um Altdöbern seinen Wahlkreis hat, forderte am Freitag mehr Fingerspitzengefühl für die seiner Meinung nach berechtigten Ängste. „Für die Landesregierung wäre es das Mindeste, den Bankern ein Gespräch anzubieten.“ Senftleben bekräftigte die Forderung nach einer „ehrlichen Überprüfung der Polizeireform“. Er argumentiert: In Guben und Forst (Spree-Neiße) habe mehr Polizeipräsenz kurzfristig auch zu weniger Kriminalität geführt.

Von Bastian Pauly

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg