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Brandenburg CDU-Vorstoß erzürnt Fluglärmgegner
Brandenburg CDU-Vorstoß erzürnt Fluglärmgegner
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14:46 13.01.2016
360 000 Starts und Landungen pro Jahr soll das Maximum sein. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Die Forderungen der Brandenburger CDU zum Ausbau des Flughafens BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) bis hin zu einem Drehkreuz hat bei den Initiatoren des Volksbegehrens Empörung ausgelöst. „Wir nehmen die Herausforderung an“, sagte Stefanie Waldvogel von der Bürgerinitiative Zeuthen. „Der Ausbau des BER zu einem internationalen Drehkreuz stellt deutlich die Interessen der Luftverkehrsindustrie über das Wohlergehen der Bürger. Die ganze Region würde unter einem Teppich aus Lärm und Abgasen verschwinden“, erklärte die Aktivistin.

40 Millionen Passagiere erwartet

Die CDU fordert bis Ende des Jahres ein detailliertes Konzept für die Erweiterung des noch nicht fertiggestellten Airports. Bis 2040 sei eine Steigerung der Fluggastzahlen auf 40 Millionen Passagiere zu erwarten, hatte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dierk Homeyer, am Montag nach einer Parteiklausur in Schönefeld (Dahme-Spreewald) gesagt. Die Region Berlin-Brandenburg spiele damit in einer Liga mit Frankfurt/Main und München, so Homeyer: „Wir sagen deutlich: Der Flughafen hat auch das Potenzial zu einem Drehkreuz.“

Volksbegehren läuft bis 18. Februar

Er verwies auf die bereits zur Eröffnung erwarteten Kapazitätsengpässe, die durch Erweiterungsbauten und den Weiterbetrieb des alten Schönefelder Flughafens beseitigt werden müssten. Eine dritte Startbahn, gegen die sich das laufende Volksbegehren richtet, sei aber „trotz erheblichem Wachstum kein Thema“, hatte Homeyer betont.

Die Bürgerinitiativen konnte diese Aussage aber nicht besänftigen. Der CDU-Vorstoß mache deutlich, dass das Volksbegehren zum richtigen Zeitpunkt gestartet wurde, hieß es. Anwohner und Umweltinitiativen wollen mit dem Volksbegehren, das bis zum 18. Februar läuft, erreichen, dass die Zahl der Starts und Landungen auf maximal 360 000 im Jahr beschränkt bleibt.

Von Torsten Gellner

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