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Brandenburg CO2-Speicherung in 650 Meter Tiefe in Ketzin
Brandenburg CO2-Speicherung in 650 Meter Tiefe in Ketzin
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16:39 13.09.2017
Quelle: ZB
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Ketzin

Kohlenstoffdioxid (CO2) kann aus Sicht von Wissenschaftlern des Geoforschungszentrums Potsdam sicher in der Erde verwahrt werden. Ein Pilotprojekt in Ketzin (Havelland) habe gezeigt, das Gas lasse sich in Tiefen pressen und dort auch speichern, sagte Projektleiter Axel Liebscher am Mittwoch auf einer Abschluss-Konferenz. Das Reservoir sei mit dicken Schichten Tongestein abgedichtet. Nach 13 Jahren geht das Projekt zu den Möglichkeiten der unterirdischen CO2-Speicherung zu Ende.

Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre ist wesentlich für den Klimawandel verantwortlich. Es fällt bei energieintensiven Produktionsprozessen an, aber auch bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Ziel der Forschung ist, das anfallende Gas dauerhaft im Untergrund zu speichern. Untersucht wurden in Ketzin unter anderem Wechselwirkungen des Gases zu dem Gestein, in dem es gespeichert wird. Auch, ob die Sicherheit gewährleistet ist, wurde geprüft.

Mit dem Forschungsprojekt sei eine Option gezeigt worden, wie der CO2-Eintrag in die Atmosphäre zu reduziert werden könne, sagte der Wissenschaftliche Vorstand des GFZ, Reinhard Hüttl. Die Politik müsse entscheiden, ob diese Möglichkeit genutzt werden solle. In Deutschland gebe es große Widerstände gegen die unterirdische Einlagerung.

Nach Angaben des GFZ wurden im Vorfeld Einwohner von Ketzin über das Vorhaben informiert. Genehmigungsbehörde war das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe mit Sitz in Cottbus. Erste Erkundungen begannen 2004. Die eigentliche Verpressung lief von 2008 bis 2013. Es habe keine Unregelmäßigkeiten gegeben, hieß es. Ende des Jahres sollen die letzten Bohrlöcher verfüllt werden.

Das in Ketzin eingesetzte Gas - es wird in der Lebensmittelindustrie beispielsweise in Wassersprudlern verwendet - wurde in Tanklastzügen nach Ketzin angeliefert. Dann wurde es über Injektionsbohrungen in den Untergrund gepumpt. Rund 67 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid kamen so in etwa 650 Meter Tiefe.

Von Gudrun Janicke

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