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Brandenburg Charité-Streik geht weiter – 900 Betten leer
Brandenburg Charité-Streik geht weiter – 900 Betten leer
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00:31 26.06.2015
Der Streik an der Berliner Charité geht in den zweiten Tag. Quelle: dpa
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Berlin

Die Gewerkschaft Verdi hat den Streik an der Berliner Charité am Dienstag ausgeweitet. Am zweiten Tag des unbefristeten Ausstands beteiligten sich etwa 600 Mitarbeiter daran, etwa 800 bis 900 Betten blieben leer, wie Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel mitteilte. Am Nachmittag war eine Demonstration geplant, zu der Verdi 1500 Teilnehmer erwartete. Auch an einer bundesweiten Protestaktion am Mittwoch wollen sich die Streikenden beteiligen. An diesem Tag wird am Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg über eine Fortsetzung des Streiks verhandelt.

Das Ziel der Gewerkschaft ist, dass 1000 von rund 3000 Betten leerbleiben. Die Auswirkungen des Ausstands waren nach Angaben von Kliniksprecher Uwe Dolderer bereits am Montag an allen drei Klinikstandorten spürbar. Am zweiten Streiktag habe es keine wesentlichen Änderungen gegeben, sagte Dolderer am Dienstag. Nicht betroffen ist der zwischen der Klinik und der Gewerkschaft vereinbarte Notdienst.

Solidaritätsbekundung anderer Krankenhäuser

Die Demonstration war vom Charité-Standort in Berlin-Mitte zum Brandenburger Tor und von dort zum Gesundheitsministerium in der Friedrichstraße geplant. Auch an der bundesweiten Protestaktion am Mittwoch wollten sich die Streikenden beteiligen, sagte Kunkel. Bei der Aktion von 13.00 Uhr bis ca. 13.10 Uhr wollen Mitarbeiter in über 1300 Kliniken die Personalnot sichtbar machen, indem sie Nummernkarten von 1 bis 162 000 für die Zahl der fehlenden Beschäftigten zeigen. Mitarbeiter vieler weiterer Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg beteiligen sich an der Aktion.

Entscheidung über Streik-Fortsetzung am Mittwoch

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entscheidet voraussichtlich an diesem Mittwoch über eine Fortsetzung des Streiks. Um die Mittagszeit ist eine mündliche Verhandlung geplant, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Nach einer Niederlage vor dem Arbeitsgericht hatte die Universitätsklinik einen zweiten Versuch gestartet, den Streik zu verhindern und Berufung bei der nächsthöheren Instanz eingelegt.

Die Charité verweist dabei unter anderem darauf, dass die Sicherheit der Patienten durch den Streik gefährdet sei. „Wir sind guter Dinge und hoffen, dass der Streik nicht komplett verboten wird“, sagte Kunkel.

Mit dem Streik will Verdi einen Tarifvertrag durchsetzen, der eine bestimmte personelle Mindestausstattung der Stationen mit Pflegepersonal vorsieht. Die Charité-Geschäftsleitung hält dem entgegen, dass die gewünschten 600 Personalstellen mehr im Jahr 36 Millionen Euro zusätzlich kosten würden.

Am ersten Streiktag hatten sich etwa 500 Mitarbeiter beteiligt. Etwa 700 bis 800 Betten konnten nicht mit Patienten belegt werden.

Von MAZonline

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