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Brandenburg Darmkeime: Charité schließt Frühchenstation
Brandenburg Darmkeime: Charité schließt Frühchenstation
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17:36 28.05.2015
Frühchen müssen nach der Geburt speziell versorgt werden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Berlin

Wegen Darmkeimen auf einer Neugeborenen-Intensivstation der Berliner Charité werden dort keine weiteren Frühgeborenen mehr aufgenommen. Das teilte das Klinikum am Donnerstag mit. Der Keim Serratia marcescens sei dort bei fünf Neugeborenen nachgewiesen worden. Sie hätten extrem niedriges Gewicht oder schwere Begleiterkrankungen. „Trotz ihres insgesamt sehr hohen Risikos sind derzeit alle Kinder stabil“, hieß es. Wie der „Tagesspiegel“ berichtete, ist der erste Fall bereits im April aufgetreten.

Frühchenstationen in Brandenburg

In Brandenburg gibt es 6 Krankenhäuser, die auf Frühchen-Geburten spezialisiert sind:

Die Asklepsios-Klinik Uckermark in Schwedt (Auguststraße 23, 16303 Schwedt/Oder)

Das Klinikum Barnim in Eberswalde (Rudolf-Breitscheid-Straße 100, 16225 Eberswalde)

Die Ruppiner Kliniken in Neuruppin (Fehrbelliner Straße 38, 16816 Neuruppin)

Das Klinikum Brandenburg in Brandenburg an der Havel (Hochstraße 29, 14770 Brandenburg/Havel)

Das Klinikum Frankfurt (Oder) (Müllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt (Oder))

Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam (Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam)

Bereits 2012 gab es Keime auf der Frühchenstation

2012 waren an der Charité bei mehreren Säuglingen und Frühchen Serratien-Keime entdeckt worden. Einige erkrankten, andere trugen den Keim auf der Haut. Der Tod eines infizierten Babys, der allerdings durch eine Herz-OP eintrat, hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Dieses Mal habe man früh und rechtzeitig informieren wollen, sagte der Ärztliche Direktor Ulrich Frei. Der aktuelle Keim sei nicht so aggressiv wie der Erreger von 2012.

Spektakuläre Vierlings-Geburt

Erst vor rund einer Woche sind der Berliner Charité die Vierlinge der 65-jährigen Annegret R. auf die Welt geholt worden. Die Babys sind rund 15 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht worden. Laut Charité-Ärzten geht es ihnen den Umständen entsprechend gut. Eines der Kinder musste bereits operiert werden. Die Vierlinge sollen aber laut rbb nicht von dem Keim betroffen sein.

Von MAzonline

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