Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Christmond leuchtet groß und hell
Brandenburg Christmond leuchtet groß und hell
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:44 01.12.2016
Himmelsblick am Heiligen Abend gegen 21 Uhr. Quelle: Uwe Schierhorn mit Stellarium
Anzeige
Königs Wusterhausen

Während am Abend die Herbststernbilder im Westen Abschied nehmen, strahlen am östlichen Himmel viele helle Sterne des Winters.

Das sogenannte Wintersechseck setzt sich aus den sechs hellsten Sternen der bekanntesten Wintersternbilder zusammen. Von ihnen sind Stier und Orion derart charakteristisch, dass jeder sie wiederfindet, der sie nur einmal gezeigt bekam. Neben Aldebaran, dem Auge des Stiers, und Rigel, dem rechten Kniestern des Orion, gehören noch Sirius, Prokyon, Pollux und Kapella zum Wintersechseck (vgl. Abb. oben).

Der Vollmond im Dezember, der sogenannte Christmond, ist am 14. Dezember wieder außerordentlich groß. Wie schon im November ist der Mond auf seiner Bahn um die Erde in der Nähe seines erdnächsten Punktes, seinem Perigäum, und somit etwas größer als ein durchschnittlicher Vollmond.

Mond und Aldebaran. Quelle: Uwe Schierhorn mit Stellarium

Interessanter ist, dass der Mond in der Nacht 12./13. Dezember den Stern Aldebaran bedeckt. Da diese Bedeckung kurz vor Monduntergang am Morgen des 13. Dezember passiert, kann man an den Abenden des 12. und 13. Dezembers die unterschiedlichen Positionen des Mondes bezüglich des Aldebarans beobachten. Ursache ist hier die reale Bewegung des Mondes um die Erde.

An den mondlosen Abenden ab dem 20. Dezember bis zum Jahresende kann man im Zenit am Abend zwischen den hellsten Sternen von Kassiopeia und Perseus den Doppelsternhaufen h und Chi Persei mit einem Feldstecher beobachten.

Doppelsternhaufen h und Chi Persei. Quelle: Uwe Schierhorn mit Stellarium

Außerdem zieht sich die Milchstraße von West über den Zenit bis hin zum Ostpunkt, wo gerade Sirius, der hellste Stern des Nachthimmels, aufgeht. Zum Jahreswechsel um 0.00 Uhr am 1. Januar 2017 wird er seine höchste Position am Himmel im Süden einnehmen und somit auf gut beobachtbaren knapp 21° Höhe stehen.

Nach Einbruch der Dunkelheit sieht man im Südwesten die beiden Planeten Mars und Venus. Venus ist am 6. Dezember im „Hellsten Glanz“, dem Maximalwert der Helligkeit, die sie erreichen kann. Im letzten Monat des ablaufenden und im ersten Monat des kommenden Jahres nähern sich unsere beiden Nachbarn scheinbar an. Jupiter ist der Planet des Morgens. Gegen 6.00 Uhr steht er etwas höher als die helle Spica im Sternbild Jungfrau im Südosten. Seine Aufgangszeit verlagert sich weiter nach vorn, so dass er am Jahresende bereits ab ca. 1.30 Uhr über dem Horizont ist. Merkur und Saturn bleiben unsichtbar.

Am 21. Dezember ist mit sieben Stunden und 41,6 Minuten der kürzeste lichte Tag des Jahres. Die Sonne erreicht ihre südlichste Position. Die Tage werden dann wieder länger, jedoch ist der Unterschied in den ersten Tagen nach Winteranfang – die Tageslänge am Silvestertag ist gerade einmal sechs Minuten länger – kaum spürbar.

Sonnenauf- und Untergangszeiten (SA und SU) für Dezember 2016 in Königs Wusterhausen:

1. Dezember:
Tageslänge 8 Stunden 3 Minuten
SA 07.53 Uhr
SU 15.56 Uhr

31. Dezember:
Tageslänge 7 Stunden 47 Minuten
SA 08.15 Uhr
SU 16.02 Uhr

Uwe Schierhorn ist Fachlehrer für Mathematik, Physik und Astronomie am Friedrich–Schiller–Gymnasium Königs Wusterhausen und Mitglied der Schul- und Volkssternwarte Dahlewitz e.V.

Quellen: Keller, Hans-Ulrich (Hrsg.), Kosmos Himmelsjahr 2016; KOSMOS-Verlag; Stuttgart, 2015
Daten: www.calsky.com
Abbildungen erstellt u.a. mit Stellarium 0.14.1 durch den Autor

Von Uwe Schierhorn

Superscharfe TV-Bilder, aber neue Kosten: Auf Tausende Brandenburger kommt im nächsten Frühjahr ein zweiter Fernsehbeitrag zu. Mit der Umstellung auf das neue Antennen-Format DVB-T2 HD, das hochauflösendes TV verspricht, werden Privatsender wie RTL und Pro Sieben nicht mehr frei empfangbar sein.

01.12.2016

Christian Thielemann lebt in einer wilhelminischen Villa am Babelsberger Griebnitzsee. Als Herausgeber eines Buches mit dem Titel „Der Untergang des Potsdamer Stadtschlosses“ bekennt sich der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden zu seiner preußischen Heimat. Warum soll in Potsdams Mitte alles wieder wie früher sein?

03.12.2016

Ein ungeheuerlicher Verdacht: Zwei Pfleger der Berliner Universitätsklinik Charité sollen mehrmals einen kleinen Patienten missbraucht haben. Bereits seit Sonntag laufen die Ermittlungen.

30.11.2016
Anzeige