Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Christopher Street Day fordert die Homo-Ehe
Brandenburg Christopher Street Day fordert die Homo-Ehe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:50 28.06.2015
Tausende Menschen feiern den CSD 2015 in Berlin.Julian Stähle
Anzeige
Berlin

 Einen Tag nach dem „Ja“ für die Homo-Ehe in den USA haben mehrere hunderttausend Menschen beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin gefeiert. Die Polizei zählte am Samstag 1600 Menschen, die bei der schrillen Parade auf den Wagen und in Fußgruppen vom Kurfürstendamm in Richtung Brandenburger Tor mitfuhren und -liefen. Am Straßenrand sammelten sich entlang der Route nach Angaben des Veranstalters gut 500 000 Schaulustige - obwohl das Wetter alles andere als sommerlich war. Das CSD-Motto in diesem Jahr: „Wir sind alle anders. Wir sind alle gleich.“ 

Schrill, bunt und politisch: Tausende Menschen feiern am Sonnabend, 27. Juni 2015, in Berlin den Christopher Street Day. Sie fordern, dass endlich auch in Deutschland die Homo-Ehe möglich wird.

In diesem Jahr steht die Öffnung der Ehe für Homosexuelle im Vordergrund. Im Berliner Senat war es darüber kürzlich zum Streit zwischen den Koalitionspartnern CDU und SPD gekommen. Die Union lehnt eine Gleichstellung bisher ab.

Homo-Ehe: Sollten gleichgeschlechtliche Partner heiraten dürfen?

In Deutschland können sich gleichgeschlechtliche Paare zwar als eheähnliche Gemeinschaft eintragen lassen, heiraten dürfen sie jedoch nicht. Dabei scheint eine Mehrheit der Deutschen für die sogenannte Homo-Ehe zu sein. Selbst in den USA ist die Homo-Ehe inzwischen erlaubt.

Ergebnis ansehen
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.
Homo-Ehe: Sollten gleichgeschlechtliche Partner heiraten dürfen?
So haben unsere Leser abgestimmt
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.

Das Anliegen einer Gleichberechtigung aller Lebens- und Liebesentwürfe habe sich noch nicht bei allen durchgesetzt, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag. Er zeigte sich aber überzeugt: „Die Ehe für gleichgeschlechtliche Partner ist hierzulande nur noch eine Frage der Zeit.“

73 Prozent der Berliner für Homo-Ehe

73 Prozent der Berliner befürworten einer aktuellen Umfrage zufolge die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Im Ost-Teil der Stadt fällt die Zustimmung dabei mit 79 Prozent größer aus als im West-Teil mit 69 Prozent, so das Ergebnis der am Samstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der «Berliner Zeitung».

Nur eine knappe Mehrheit von 55 Prozent meint demnach allerdings, Berlin solle sich auf Bundesebene besonders für die Gleichstellung einsetzen.

Das Land hatte sich Mitte Juni bei einer Abstimmung im Bundesrat enthalten, weil die Berliner CDU erst ihre Mitglieder zum Thema befragen will.

Die CSD-Paraden, die an unterschiedlichen Tagen weltweit stattfinden, erinnern an einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Trans-Menschen gegen Polizeiwillkür am 28. Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street.

Von MAZonline

Potsdam-Mittelmark „Titanen der Rennbahn“ geht weiter - Bombendrohung in Brück

Große Aufregung am Freitag in Brück (Potsdam-Mittelmark): Wegen einer Bombendrohung ist die beliebte Pferdeshow „Titanen der Rennbahn“ abgebrochen worden. Ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr durchkämmte das Gelände, ohne eine Bombe zu finden. Die Polizei weiß, aus welcher Stadt und sogar aus welcher Telefonzelle der Drohanruf einging.

27.06.2015
Kultur Studio-Babelsberg-Koproduktion „Men & Chicken“ kommt am 2. Juli ins Kino - Mads Mikkelsen: Spaß in Beelitz-Heilstätten

Eine so bizarre wie wundervolle Familiengeschichte hat der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen mit „Men & Chicken“ gedreht – Koproduzent war Studio Babelsberg, gedreht wurde auch in Beelitz-Heilstätten. Am 2. Juli kommt die schwarze Komödie ins Kino, am Donnerstag wurde in Berlin schon mal vorgefeiert.

29.06.2015
Brandenburg Hans-Jürgen Mörke setzt sich im Bewerberverfahren durch, obwohl er umstritten ist - Feuring-Vertrauter wird Polizeipräsident

Die Suche nach einem neuen Polizeipräsidenten für Brandenburg ist offenbar beendet. Hans-Jürgen Mörke (60) hat sich nach MAZ-Informationen in dem Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Die Personalie ist heikel: Mörke gilt als rechte Hand von Ex-Innenstaatssekretär Arne Feuring, der nach Manipulationsvorwürfen zurückgetreten war.

29.06.2015
Anzeige