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DHL sagt Woidkes Besuch in Himmelpfort ab

Wegen Paketbomben-Erpressung DHL sagt Woidkes Besuch in Himmelpfort ab

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke wird wider Erwarten nicht in die Weihnachtspostfiliale nach Himmelpfort reisen – der derzeit von Unbekannten mit Paketbomben erpresste Konzern hat den Termin abgesagt.

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Schüler erwarten in Himmelpfort (Brandenburg) den Weihnachtsmann zur Eröffnung der Weihnachtspostfiliale.

Quelle: dpa

Potsdam. Der DHL-Erpressungsfall erreicht die Politik. Am Montagabend hat die Pressestelle des Zustelldienstes den für den Nikolaustag geplanten Besuch des Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) in der Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort (Oberhavel) abgesagt. Das teilte die Pressestelle am Abend ohne Angabe von Gründen mit. Eine offizielle Stellungnahme war nicht mehr zu erhalten aus dem Berliner Büro für Öffentlichkeitsarbeit. Die Staatskanzlei in Potsdam wurde überrascht von der Ankündigung. Regierungssprecher Florian Engels sagte auf MAZ-Nachfrage: „Die Post hat davon abgeraten.“

Das Unternehmen hat derzeit andere Probleme als die traditionelle Kinderbespaßung in dem malerischen Örtchen. Unbekannte verschicken scharfe Paketbomben und fordern mitten im Weihnachtsgeschäft Millionensummen von dem Konzern. In Potsdam und Frankfurt (Oder) kamen die explosiven Sendungen bisher an, glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Polizei warnt vor weiteren gefährlichen Paketen.

Die Weihnachtspost-Filiale ist eigentlich ein genialer Werbegag des Unternehmens. Kinder können an die Adresse „An den Weihnachtsmann, Weihnachtspostfiliale, 16798 Himmelpfort“ Wunschzettel schicken. 20 Mitarbeiter beantworten die Kinderpost bis Heiligabend – auf dem Umschlag gibt es einen Sonderstempel mit rauschebärtigem Weihnachtsmann. 2016 erreichten das Postamt rund 281 000 Wunschzettel.

Der Besuch von märkischen Regierungschefs hat Tradition in dem Ort mit dem himmlischen Namen: 2003 kam Matthias Platzeck (SPD) und wünschte sich „dass es gelingen möge, die bedrückend hohe Arbeitslosigkeit in Brandenburg bald deutlich zu senken.“ Den Wunsch bekam er in Teilen erfüllt.

Von Ulrich Wangemann

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