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Darum bin ich ein Zeitungs-Junkie

MAZ-Schulreporter Darum bin ich ein Zeitungs-Junkie

Seit Montag sind wieder die MAZ-Schulreporter unterwegs. Schirmherrin der Aktion ist Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst. Sie hat der MAZ ein Interview gegeben und gesagt, warum sie gerne Zeitung liest und welche Schlagzeile sie sich wünscht.

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Britta Ernst

Quelle: foto: B. Gartenschläger

Potsdam. Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) bezeichnet sich als Zeitungs-Junkie und erklär im MAZ-Interview, warum sie gerne Zeitung liest und wie sie die MAZ-Schulreporter unterstützt.

Frau Ernst, lesen Sie gerne Zeitung?

Britta Ernst: Ja. Ich bin schon fast ein Zeitungs-Junkie. Ich lese täglich überregionale und regionale Zeitungen und den Pressespiegel, den ich dienstlich bekomme. An Feiertagen, wenn mal keine gedruckte Zeitung kommt, fehlt mir richtig was.

Womit fangen Sie bei der Lektüre an?

Ich lese von vorne nach hinten, also den Politikteil zuerst. Mich interessieren aber auch Sport, Kultur und Vermischtes.

Jugendliche sind ja häufig in den sozialen Medien unterwegs. Trifft man Sie dort auch an?

Ich bin seit vielen Jahren bei Facebook. Dort berichte ich über meine Arbeit und bekomme auch zahlreiche Reaktionen. Ich twittere ein wenig, und ich bin auch bei Instagram, dort aber eher privat.

Warum unterstützen Sie den MAZ-Schulreporter?

Uns ist wichtig, dass die Schüler lernen, verschiedene Informationsquellen zu unterscheiden und zu bewerten und sich zum Beispiel mit dem Unterschied von Fachinformationen und Meinungen zu beschäftigen. Das Schulreporter-Projekt kann da eine gute Hilfe sein.

Warum sollen junge Menschen, die den Umgang mit digitalen Medien gewöhnt sind, eine gedruckte Zeitung lesen?

Für mich liegt der Charme einer Zeitung darin, dass man immer das gesamte Produkt vor sich hat und auch mal einen Artikel aus einem Themenbereich lesen kann, der neu für einen ist. In den sozialen Medien besteht die Gefahr, dass man – durch Algorithmen gesteuert – nur noch das präsentiert bekommt, was man sowieso schon mehr oder weniger kennt.

Brauchen wir ein Unterrichtsfach Medienkunde in Brandenburg?

Wir haben uns entschieden, die Medieninhalte als Querschnittsthema zu behandeln. Ein eigenes Fach halte ich nicht für notwendig.

Aber wäre das nicht gerade jetzt sinnvoll, wo immer mehr digitale Informationsangebote auf den Markt drängen?

Die Schulen müssen generell digitaler werden. Das wissen sie aber auch. Neben Lesen, Rechnen und Schreiben ist der Umgang mit den digitalen Medien eine neue Kernkompetenz, die natürlich vermittelt werden muss.

Für Eltern ist es oft nicht einfach, mit ihren Kindern Regeln für den Umgang mit dem Internet auszuhandeln. Viele sind auch unsicher. Kann Schule da helfen?

Regeln aufstellen ist das eine. Sie dann auch durchsetzen, ist oft viel schwerer. Am Ende geht es um einen verantwortungsvollen Umgang. Die Schule hat auch da einen Bildungsauftrag.

Sind die Lehrer in Brandenburg denn fit fürs digitale Zeitalter?

Die meisten sind es. Natürlich wissen die Jüngeren oft besser Bescheid als die Älteren. Aber Schulen sind auch lernende Systeme.

In den sozialen Medien passiert es auch, dass Jugendliche verletzend miteinander umgehen – Stichwort Cybermobbing. Was kann Schule dagegen bewirken?

Eine gute Schule gibt sich Regeln, wie man miteinander umgeht. Dazu gehört dann auch, dass man nicht in den sozialen Medien schlecht übereinander spricht.

Sie sind erst seit Kurzem Bildungsministerin in Brandenburg. Was wäre Ihre Wunschschlagzeile über sich selbst nach einem Jahr im Amt?

(Lacht): Vielleicht „Brandenburgs Schulen sind gut aufgestellt“.

Von Henry Lohmar

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