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Darum hat der Wels-Angler alles richtig gemacht

Debatte um gefangenen Fisch Darum hat der Wels-Angler alles richtig gemacht

Der Wels-Fang eines Hobby-Anglers hat unter MAZ-Lesern für viele Diskussionen und viel Unverständnis gesorgt. MAZ-Redakteur und Hobby-Angler Michael Hübner nimmt den Angler in Schutz. Er kann die Kritik an seinem Verhalten nicht verstehen. Der Angler hat in seinen Augen alles richtig gemacht.

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Guido Lang mit seinem Mega-Wels, den er gefangen, vermessen und dann wieder ins Wasser gelassen hat.

Quelle: privat

Potsdam. MAZ-Redakteur Michael Hübner angelt seit mehr als 40 Jahren. Er hat mit dem Wels-Angler telefoniert und mit ihm über den Riesen-Fang gesprochen. Die heftigen Reaktionen und die Kritik am Verhalten des Anglers darauf haben ihn überrascht. Hier schreibt er, warum er kein Verständnis für die Vorwürfe hat, die dem Angler gemacht werden.

Mega-Fang sorgt für Debatte unter MAZ-Lesern>>

„Unter Anglern ist das Thema „Fangen und Rücksetzen“ ziemlich umstritten. Aber es ist unter Anglern üblich, auch mal einen gefangenen Fisch wieder in die Freiheit zu entlassen. Wenn man den Köder auswirft, weiß man schließlich nicht, was für ein Fisch anbeißt. Außerdem sieht es das Gesetz vor, bestimmte und in der Schonzeit gefangene Tiere wieder ins Wasser zu setzen.

Der Angler hat absolut richtig reagiert

Sicher empfinden die Fische Stress, wenn sie am Haken hängen, das ist wohl unumstritten. Dann kann man einfach den Haken lösen und den Fisch vorsichtig ins seichte Wasser zurücklassen. Der Fisch erholt sich davon meist gut. Er muss allerdings zügig ins Wasser zurück. Manche Fische halten es aber auch etwas länger an Land aus, wie der Wels. Und was hätte der Angler in Rathenow tun sollen? Er hat richtig gehandelt und den Brocken wieder ins Wasser gelassen. Demnächst ist Laichzeit, der Fisch wird noch für viele Nachkommen sorgen. Zum Vermessen sei gesagt: Beim Angeln geht es auch um den Fang-Erfolg. Und der muss schließlich durch Messen dokumentiert werden.

Es muss klar gesagt werden: Fangen, Vermessen und Fische wieder ins Wasser zurücksetzen sind Teil des Angelsports. Ansonsten müsste der Gesetzgeber das Angeln ganz verbieten. Ich finde, unser Angler mit seinem Riesen hat es richtig gehandelt und zu seinem Fang ist ihm zu gratulieren. Petri Heil!“

Von Michael Hübner und MAZonline

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