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Das Glück wohnt nicht in Brandenburg

Glücksatlas Das Glück wohnt nicht in Brandenburg

Der neue Glücksatlas ist herausgekommen. Darin geht es um die Langzeitbewertung des eigenen Lebens sowie um Wünsche, Ziele, Erwartungen und Einstellungen. Demnach sind die Brandenburger sehr unzufrieden. Nur in einem anderen Bundesland sind die Menschen noch unglücklicher als in Brandenburg.

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Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburg schneidet bei der Lebenszufriedenheit im Vergleich schlecht ab. Nach Analysen für den Glücksatlas erreicht Brandenburg auf einer Skala von null bis zehn mit 6,86 Punkten den vorletzten Platz. Nur Sachsen-Anhalt liegt noch hinter dem Nachbarland.

Demnach sind die Brandenburger beim Haushaltseinkommen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders unzufrieden. Das verfügbare Einkommen (18 908 Euro) liegt der Studie zufolge zwar deutlich unter dem Bundesschnitt (21 583 Euro), aber höher als in den anderen ostdeutschen Ländern und höher als im Vorjahr.

Die Liebe als Lichtblick

Kurios: der gesamte Osten Deutschlands holt auf. Die ostdeutschen Regionen erreichen einen Punktwert von 6,89. 2004 lag der Wert noch bei 6,3 Punkten. Dennoch rangiert Brandenburg in dieser Kategorie sogar auf dem letzten Platz. Auch in den Bereichen „Gesundheit“, „Arbeit“ sowie „Wohnen und Freizeit“ liegt das Land ganz hinten. Nach Mecklenburg-Vorpommern habe Brandenburg zudem die zweithöchste Pflegequote, heißt es. In einem Bereich schneidet das Land dagegen bemerkenswert gut ab: Mit 74,9 Prozent seien in keiner anderen Region so viele Menschen verheiratet oder lebten in einer festen Partnerschaft wie in Brandenburg, so der Glücksatlas.

„Lebensverhältnisse noch nicht angeglichen“

Trotz allem steht die gesamte ostdeutschen Region weiter am Ende des Bundesländer-Rankings im Glücksatlas. Am zufriedensten sind dabei noch die Thüringer (6,97), dicht gefolgt von Berlinern (6,94) und Sachsen (6,92). Mecklenburg-Vorpommern schiebt sich im Vergleich zu 2016 vom letzten auf den drittletzten Platz (6,89) vor. „Die Lebensverhältnisse haben sich noch nicht angeglichen, aber es ist viel passiert“, kommentierte Mitautor Bernd Raffelhüschen, Ökonom an der Universität Freiburg, die Entwicklung in der östlichen Bundesrepublik. Das spüre die Bevölkerung. „Das Bild vom Frustpotenzial im Osten, das nach der Bundestagswahl gemalt wurde, scheint so nicht zu stimmen.“

Der Glücksatlas ist bereits zum siebten Mal erschienen. Für die repräsentativen Studie wurden 5698 Teilnehmer befragt.

Von MAZonline

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