Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das bringt der Sternenhimmel im Dezember in Brandenburg
Brandenburg Das bringt der Sternenhimmel im Dezember in Brandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 29.11.2018
Sternschnuppen am Nachthimmel lassen sich von 6. bis zum 16. Dezember bei klarer Sicht beobachten. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Königs Wusterhausen

Am 21.12.2018 (genau um 23.23 Uhr) erreicht die Sonne den tiefsten Punkt ihrer scheinbaren Jahresbahn durch die Sternbilder, die sogenannte Wintersonnenwende. Damit ist verbunden der kürzeste Tag mit nur 7 Stunden und 41 Minuten Länge. Man kann jetzt nach Abzug der Dämmerungszeiten mehr als 11 Stunden wirklich dunklen Himmel erkunden.

Zur gewohnten Beobachtungszeit gegen 21 Uhr haben die meisten Herbststernbilder den Meridian – die Nord-Süd-Linie – bereits hinter sich gelassen und sind im Südwesten zu finden. Mit ihnen der Planet Mars, der im Südwesten auf noch fast 20° Höhe leuchtet. Einzig der Perseus hat diese Linie noch nicht erreicht. In diesem Sternbild, was an eine verbogene Astgabel erinnert, ist ein veränderlicher Stern auch mit bloßem Auge gut zu verfolgen.

Wintersternbilder sind zu sehen

Das Licht des Algol, dem „Auge der Medusa“ oder auch „Teufelsstern“ wird alle drei Tage für einige Stunden merklich dunkler. Dort umkreisen sich zwei verschieden helle Sterne, dass in bestimmten Abständen voreinander herziehen. Wenn der dunklere Stern vor dem Helleren steht, wird dieser verdeckt und die Helligkeit von Algol nimmt ab. Algol-Minima sind z.B. am 6.12. gegen 0.00 Uhr, am 8.12. um 21.24 Uhr oder auch am 16.12. gegen 17.20 Uhr.

Im Osten und Südosten sind derweil die Wintersternbilder aufgegangen. Allen voran der Stier mit den Plejaden, einem offenen Sternhaufen mit mehr als 200 Sternen in ca. 375 Lichtjahren Entfernung. Kann man mit dem bloßen Auge nur eine einstellige Zahl dieser Sterne wahrnehmen, genügt ein Fernglas um die Menge der Stern zu erleben.

Die hellsten Sterne bilden das Wintersechseck

Der Hauptstern des Stiers, Aldebaran, gehört zum sogenannten Wintersechseck, welches sich aus den sechs hellsten Sternen der bekanntesten Wintersternbilder zusammensetzt. Von ihnen sind Stier und Orion derart charakteristisch, dass jeder sie wiederfindet, der sie nur einmal gezeigt bekam. Neben Aldebaran, dem Auge des Stiers, und Rigel, dem rechten Kniestern des Orion, gehören noch Sirius, Prokyon, Kastor oder Pollux und Kapella zum Wintersechseck.

Die Milchstraße zieht sich von West nach Ost über den Zenit, wo Kassiopeia und Perseus stehen. Der Doppelsternhaufen h und Chi Persei steht direkt über uns und ist ein interessantes Objekt für den Feldstecher. Nach Osten schließt sich der Fuhrmann mit der hellen Kapella (Capella – lat. Ziege) an.

Eridanus: Ägypter sahen ihn als Totenfluss

An einem mondlosen und klaren Abend kann man die Milchstraße bis hin zum Ostpunkt sehen, wo gerade Sirius aufgeht, der scheinbar hellste Stern des Nachthimmels. Am rechten Fuß des Orion, dem Stern Rigel, beginnt wenige Grad in Richtung Norden das unscheinbare Sternbild Eridanus. Der Eridanus ist ein Sternbild, welches sich am Himmel zunächst westwärts in Richtung des Sternbildes Walfisch und dann nach Süden windet.

Der Großteil dieses Sternbildes liegt südlich unter dem Horizont und ist in unseren Breiten nie sichtbar. Die alten Ägypter sahen in Eridanus den Totenfluss, die Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und dem Totenreich.

Vollmond kurz vor Weihnachten

Nach den Sternen und Sternbildern des Dezemberhimmels wollen wir uns nun den Objekten des Sonnensystems widmen: Unser Mond beginnt den Monat abnehmend und ist somit nur kurz vor Sonnenaufgang im Südosten zu sehen. Ab 10.12. erscheint er dann wieder nach dem Neumond am 7.12. als schmale zunehmende Sichel am Abendhimmel im Westen.

Am 22.12. strahlt er als Vollmond die gesamte Nacht im Sternbild Stier. In der Neujahrsnacht geht er erst nachts um 3.14 Uhr auf. Merkur kann man im Dezember ebenso wie Venus am Morgenhimmel erspähen. Während die Venus als heller „Morgenstern eindeutig den gesamten Monat am Südwesthimmel steht, ist Merkur erst ab 6.12.gegen 7.00 Uhr kurz vor Sonnenaufgang im Osten sichtbar. Am 23.12. sogar zusammen mit Jupiter, der langsam in letzten Monatsdrittel hinter der Sonne hervorkommt und sich ebenfalls kurz vor Sonnenaufgang zeigt.

Saturn ist unsichtbar hinter der Sonne. Der rote Mars wird in der Abenddämmerung im Süden sichtbar. Seine Untergangszeit ändert sich im Dezember kaum. Seine Eigenbewegung wirkt der Bewegung des Sternenhimmels von Ost nach West entgegen, so dass er stets gegen 23.30 Uhr untergeht. Dabei bewegt er sich durch die Sternbilder Wassermann und Fische.

Gute Chancen auf Sternschnuppen

Vom 6. – 16. Dezember gibt es wieder die Chance häufiger Sternschnuppen zu sehen. Die Erde durchquert bei ihrem Lauf um die Sonne eine Staubwolke, die der Planetoid Phaeton zurückgelassen hat. Die Staubteilchen verursachen den Meteorstrom der Geminiden, hat es doch den Anschein, dass fast alle Sternschnuppen zu dieser Zeit aus dem Sternbild Zwillinge (lat. Gemini) kommen.

Von Uwe Schierhorn

150 Beamte von Zollfahndungsamt und LKA sind derzeit bei einer Großrazzia im Drogenmilieu im Einsatz. Sie durchsuchten Objekte bei Eberswalde, aber auch in Berlin. Ein Mann eine Frau wurden festgenommen.

02.12.2018

AfD-Mann Steffen Königer verlässt seine Partei aus Protest. Im Brandenburger Landtag gehört er zu den schillernden Abgeordneten. Er war Mister Brandenburg, steht für eine liberale Drogenpolitik, ist aber garantiert kein Linker. Ein Porträt.

02.12.2018

Wir möchten besser verstehen, wie wir Sie im Alltag mit Nachrichten, Informationen und Services unterstützen und unterhalten können. Deshalb startet die MAZ eine große Leser-Umfrage. Machen Sie mit – und gewinnen Sie ein iPad.

29.11.2018