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Das denken Brandenburger über Flüchtlinge

MAZ-Brandenburg-Barometer Das denken Brandenburger über Flüchtlinge

Zwei Drittel der Brandenburger fordern mehr Anstrengungen der Landespolitik zur Integration von Geflüchteten. Das zeigt eine Umfrage für das MAZ-Brandenburg-Barometer. Die Umfrage zeigt auch, was Brandenburger über Flüchtlinge denken.

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Im Sommer 2015 sind viele Flüchtlinge mit dem Zug in Schönefeld angekommen. .

Quelle: dpa

Potsdam. Kein Thema hat die politische wie gesellschaftliche Debatte zuletzt so beschäftigt wie der enorme Zustrom an Flüchtlingen. Brandenburg nahm im vergangenen Jahr 28 124 Asylsuchende auf. In diesem Jahr ging die Zahl deutlich zurück. Bis einschließlich August waren es 7797. Doch so präsent das Thema ist – in den Alltagsbegegnungen vieler Brandenburger spielt es offenbar nur eine untergeordnete Rolle, wie das Brandenburg-Barometer von Forsa im Auftrag der MAZ zeigt. Für die Erhebung wurden in den vergangenen Tagen 1001 Brandenburger nach einem systematischen Zufallsverfahren befragt.

Nur eine kleine Minderheit, nämlich 12 Prozent der Befragten, hat in ihrer Gemeinde schon einmal etwas von Flüchtlingen bemerkt und sie als störend empfunden. Weitere 57 Prozent haben Flüchtlinge zwar bemerkt, stören sich aber nicht an ihnen. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass etwa ein Drittel der befragten Brandenburger im Alltag noch gar nichts Konkretes von Flüchtlingen bemerkt hat.

Einzig die AfD-Anhänger haben die Neuankömmlinge in größerem Maße als störend wahrgenommen. Mit den Flüchtlingen, so die Argumentation der AfD, habe die Gefahr von Terroranschlägen zugenommen. Landeschef Alexander Gauland zog eine direkte Linie zwischen der Willkommenskultur und den Anschlägen von Würzburg und Ansbach. Mit dieser Einschätzung weiß Gauland die überwältigende Mehrheit der AfD-Anhänger hinter sich. 94 Prozent halten den Zusammenhang zwischen den Ereignissen für gerechtfertigt.

Insgesamt aber haben 62 Prozent der Brandenburger eine andere Meinung: Sie unterstellen der AfD vielmehr, sie versuche, mit der Herstellung solcher Zusammenhänge Stimmung gegen Ausländer zu machen.

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Von Torsten Gellner

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