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Brandenburg Ratschlag gefällig? Nein, danke!
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20:48 07.03.2018
Kaum ist das Baby da, geht es los mit den gut gemeinten Ratschlägen. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Einem afrikanischen Sprichwort zufolge braucht es ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Leider gibt es keine mir bekannte Weisheit darüber, wie ich mir aussuchen kann, wer in diesem Dorf lebt. So kommt es, dass sich zahlreiche Menschen bemüßigt fühlen, gute Ratschläge zum Elterndasein zu geben, auf deren Tipps ich eigentlich dankend verzichten würde. Da viele Menschen Kinder haben und jeder Mensch selbst einmal eines war, hat nämlich auch jeder Expertise in diesem Bereich.

Das beginnt schon in der Schwangerschaft. Der Kellner im Café erklärt mir, es sei unnötig, auf Salami und Schimmelkäse zum Frühstück zu verzichten. Seine Freundin habe in der Schwangerschaft schließlich auch alles gegessen.

Baby-ABC für junge Eltern

Schwangerschaft, Geburt und Babyflitterwochen: In der MAZ-Multimedia-Story erzählt eine Potsdamerin, wie der glückliche Start ins Leben gelingt.

Nach der Geburt informieren mich dann wildfremde Menschen auf der Straße, ich solle mein Baby besser schreien lassen als es zu trösten, außerdem müsse es nun doch mit sechs Wochen wirklich langsam durchschlafen und überhaupt, künstliche Säuglingsnahrung? Bitte, das ist Gift, besser, ich mahle Mandeln, vermische den Brei mit Honig und füttere den Zwerg damit.

Im Tragetuch erstickt mein Sohn, im Familienbett entwickelt er sich zum Tyrannen, der bis zum Abitur dort schlafen wolle und am besten wäre es eigentlich, wenn ich ihn im Kinderwagen mal ein paar Stunden in den Garten stellte.

Unsinn weglächeln – auf Intuition vertrauen

Ja, all das wurde mir in den ersten Wochen als Mutter geraten. Ungefragt, von Menschen, die ich kannte und nicht kannte. Jeder einzelne dieser Tipps ist gut gemeint. Und jeder einzelne ist eine Katastrophe. Wenn das Dorf um einen herum ausschließlich aus Dorftrotteln besteht, entlastet es junge Eltern nicht. Es macht sie nur fertig.

In einem echten Dorf würde man sich Verbündete suchen. Man würde sich in der Dorfschänke ja auch nicht zu den Nervensägen setzen, sondern zu den eigenen Leuten. Und genau das hilft im realen Leben: Den Unsinn weglächeln, so vorgehen, wie es die eigene Intuition vorgibt und später mit anderen, die den eigenen Weg respektieren, darüber lachen.

Von Saskia Kirf

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