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Brandenburg Das ist Brandenburgs wohl verrücktestes Haus
Brandenburg Das ist Brandenburgs wohl verrücktestes Haus
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07:19 14.06.2017
Das Motto „Weniger ist mehr“ zählt bei Steffen Modrach nicht. Quelle: dpa
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Naundorf

Das kunterbunte Haus erinnert an Hundertwasser oder Gaudí. Unzählige bunte Glassteinchen und Murmeln sowie vergoldete Scherben und glänzende Münzen funkeln im Sonnenlicht, es gibt eine Fülle an Türmchen und Säulen, romantisch wirkende Torbögen und versteckte Sitzplätze. In die Fassade integriert hat der Bewohner etwa Kaffeekannen, Besteck, Kuchenformen oder Sammeltassen.

Seit sieben Jahren baut und formt Steffen Modrach im 180-Seelen-Dorf Naundorf (Elbe-Elster) etwa 100 Kilometer südlich von Berlin seinen Traum eines unverwechselbaren Gesamtkunstwerkes. Er hat es „Schloss Lilllliput“ getauft. Die vier L-Buchstaben in der Mitte des Namens stehen für Liebe, Lust, Laune und Leidenschaft, wie er verrät. Mehr als zwei Millionen Einzelteile habe er bislang verbaut, rund 100 000 Euro investiert, berichtet der gebürtige Leipziger.

Der ungewöhnliche Baustil weckt auch die Neugier der Medien. Zuletzt berichteten die „Lausitzer Rundschau“ und die „Bild“-Zeitung. „Laut Baugesetz ist das, was ich hier mache, eine Verschandelung“, räumt der Hausherr ein. Inzwischen habe er sein Traumhaus zum Kunstwerk erklärt – das sei zulässig. Er bietet auch Führungen an.

Naundorf (Elbe-Elster): Seit sieben Jahren baut und formt Steffen Modrach seinen Traum eines unverwechselbaren Gesamtkunstwerkes. Er hat das Haus „Schloss Lilllliput“ getauft. Es erinnert an Gaudí und Hundertwasser.

„Es handelt sich um ein normales Wohngebäude – ob bunt oder nicht, dafür gibt es keine Vorschriften“, sagt Siegbert Lieske von der Bauaufsicht der Kreisverwaltung Elbe-Elster. Da die zuständige Kommune keine Gestaltungssatzung habe, gegen die Modrach hätte verstoßen können, sei nichts zu beanstanden. „Geschmäcker sind ja verschieden, meiner wäre es nicht“, sagt Naundorfs Ortsvorsteher Thomas Wilkert (parteilos) hingegen knapp.

Von Marion Kraats

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