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Das muss sich in den Flüchtlingsheimen ändern

Undercover in Flüchtlingsunterkünften Das muss sich in den Flüchtlingsheimen ändern

Der Journalist und Terrorismusexperte Shams Ul-Haq hat undercover in mehreren Flüchtlingsheimen in Berlin, Brandenburg und Sachsen gelebt. In der MAZ hat er über Missstände berichtet, die er dort erlebt hat. Nun zieht Ul-Haq eine Bilanz seiner Zeit und sagt, was sich in den Unterkünften ändern muss und welche positiven Eindrücke er aus dieser Zeit mitnehmen wird.

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Der Journalist Shams Ul-Haq hat in mehreren Flüchtlingsheimen gelebt.

Quelle: privat

Potsdam. Eine Woche lang hat der Reporter und Terrorismusexperte Shams Ul-Haq undercover in verschiedenen Flüchtlingsheimen recherchiert und gelebt. „Die Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt ist ein Witz“, lautet Ul-Haqs vernichtendes Urteil über die Unterkunft an der polnischen Grenze. Dort könne man sich mehrmals registrieren. Ein Fingerabdrucksystem existiere zwar, funktioniere aber nicht. Hier gibt es den ersten Teil seines Reports zum Nachlesen.

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Der aus Pakistan stammende Reporter Shams ul-Haq hat sich eine Woche lang verdeckt in Unterkünften in Eisenhüttenstadt, Berlin Tempelhof und Dresden aufgehalten – und fotografiert. Wir haben einige seiner Eindrücke in einer Bildergalerie festgehalten

Zur Bildergalerie

Im zweiten Teil ist Ul-Haq nach Berlin-Tempelhof weiter gezogen. Den Alltag dort bezeichnet er als öde, die Hygiene ist mies und nach einem Ausweis wird man dort auch nicht gefragt, wenn sich dort bewegt. Und er berichtet von erschreckenden Entwicklungen, die er beobachtet hat. Den ganzen zweiten Teil können Sie hier nachlesen.

Feedback auf Facebook

Der Reporter freut sich über Feedback und Anregungen zu seiner Recherche. Sie können Shams Ul-Haq über seine Facebook-Seite erreichen. Dort können Sie ihm eine Nachricht schreiben und sich mit ihm austauchen.

Reporter zieht zwiespältige Bilanz seiner Zeit in den Flüchtlingsheimen

Nun zieht er über seine Erlebnisse Bilanz. Er habe in den Flüchtlingsheimen Menschen getroffen, die viel gelacht haben, obwohl sie schwere Zeiten durchmachen mussten. Und er habe sehr anständige Helfer in den Unterkünften getroffen, die von Herzen helfen wollten, sagt er in einem MAZ-Interview. Aber Ul-Haq berichtet auch von Missständen, die unhaltbar seien. Unter anderem, dass Salafisten in Heimen für ihre Sache werben und Flüchtlinge ansprechen und das man durch einfache Tricks viele Regeln umgehen könnte. Zum Beispiel sei es für Männer leicht möglich, in ein Heim für Familien zu kommen.

Das muss sich nach Meinung des Reporters in den Heimen ändern

Im MAZ-Interview regt der Reporter daher einige Veränderungen an. So müsse die Trennung bestimmter Gruppen rigider gehandhabt werden. Aber es müsse auch einiges getan werden, damit sich die Flüchtlinge in den Heimen wohler und besser aufgehoben fühlen. Ul-Haq ist für die Einrichtung von Gebetsräumen und spricht sich dafür aus, dass die Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen, ihr Essen selbst zu kochen. Das würde die Stimmung heben und Konflikte vermeiden.

Das komplette Interview mit Shams Ul-Haq lesen Sie am Montag in der Märkischen Allgemeinen Zeitung und auf www.MAZ-online.de.

Zwischen Milchreis-Ausgabe und Salafisten

Eine Woche lang war der Journalist und Terrorismusexperte Shams Ul-Haq (40) für die MAZ unter falscher Identität in drei Flüchtlingslagern unterwegs.

Der gebürtige Pakistaner besuchte Eisenhüttenstadt und dessen Zweigstelle Unterschleuse, wo nur Männer untergebracht sind. Er wurde nach Dresden geschickt, weil dort Inder – als solcher hatte er sich ausgegeben – schwerpunktmäßig betreut werden. Schließlich landete er in Berlin-Tempelhof, wo bis zu 2500 Flüchtlinge in den Hangars des ehemaligen Flughafens untergebracht sind.

Die MAZ berichtet über Ul-Haqs Erfahrungen zwischen Registrierungszelt, Milchreis und Salafisten.

Von MAZonline

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