Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das öffentliche Besäufnis
Brandenburg Das öffentliche Besäufnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 04.02.2013
BERLIN/POTSDAM

Eine Ausweitung von Trinkverboten sei allerdings nicht nötig. Stattdessen sollten bestehende Regelungen konsequent ausgeschöpft werden, fügte sie hinzu. Zudem fehle es an Personal für Kontrollen.

In der Hauptstadt gibt es laut der Senatsinnenverwaltung kein striktes Alkoholverbot. Bezirke könnten aber in ihrer Zuständigkeit entsprechende Regelungen erlassen. So darf rund um den Fernsehturm am Alexanderplatz oder in der Altstadt von Spandau kein Alkohol getrunken werden. Untersagt ist Trinken auch auf Kinderspielplätzen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Nach Einschätzung des Ordnungsamtsleiters von Mitte, Harald Strehlow, sind auf einzelne Orte begrenzte Verbote jedoch nur bedingt erfolgreich. Wenn sich auf einer Grünanlage zugleich privates Gelände befinde, etwa eine Kirche, könnten Ordnungsbehörden mitunter nicht eingreifen, erklärte er. Personen mit Bierflaschen müssten lediglich das öffentliche Areal verlassen, um sich dem Zugriff zu entziehen. „Oder auf die Straße gehen“, sagte er. Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei steht für Kontrollen von Alkoholverboten zu wenig Personal zur Verfügung.

In Brandenburg gilt in 32 Städten und Gemeinden ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Das hat sich nach Ansicht des Städte- und Gemeindebunds bewährt. Probleme, die aus übermäßigem Alkoholkonsum resultieren können, hätten nicht zugenommen, sagte der Brandenburger Geschäftsführer Karl-Ludwig Böttcher. „Die Maßnahmen der Behörden haben Wirkung gezeigt.“

Die meisten Kommunen haben laut Böttcher das Trinken von Alkohol an einzelnen Orten untersagt, etwa auf Kinderspielplätzen oder an Schulen. Bei Verstößen drohen Platzverweise. In Kommunen wie Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) und Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) ist das Trinken von Alkohol an allen öffentlichen Plätzen untersagt. Zu den Orten mit eingeschränktem Verbot gehören Werder/Havel und Rathenow.

Angesichts aktueller Diskussionen in einigen Ländern über das Thema will sich der Städte- und Gemeindebund Brandenburg mit dem Innenministerium beraten. Bestehende Regelungen müssten aber nicht ausgeweitet werden, sagte Böttcher. Es gehe um Konkretisierungen und darum, „was, wann und wo verkauft werden darf“. (dapd)

Brandenburg 1,6 Millionen Euro für die Gemeinnützigkeit - Richterlicher Geldsegen

Brandenburgs Richter und Staatsanwälte nutzen ihr Amt oftmals, um der Region Gutes zu tun. Die Chance dafür bietet sich den Juristen beispielsweise bei Strafverfahren, die gegen eine Geldauflage eingestellt werden.

04.02.2013
Brandenburg So mancher Dammbruch bei Teichen geht auf das Konto von Bibern / Brandenburgs Fischer fordern Managementplan nach Wolfsbeispiel - Ärger mit den emsigen Nagern

Die emsige Arbeit der Biber an Brandenburgs Gewässern freut Naturschützer und ärgert manchmal Betreiber von Fischteichen. Einerseits verbessern Biber den Wasserhaushalt, indem sie Wasser in Gräben und Bächen aufstauen.

04.02.2013
Brandenburg Kardinal Woelki sucht das Gespräch - Streit über die „Pille danach“

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki rückt möglicherweise vom strikten Nein zur Ausgabe der „Pille danach“ für Opfer von Vergewaltigungen ab. „Wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Wirkungsweisen der ,Pille danach’ gibt, dann ist es notwendig und wichtig, dass sich die Kirche bundesweit damit auseinandersetzt“, sagte der Kardinal am Wochenende.

04.02.2013