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Das sagen Brandenburgs Politiker zur Wahl

Bundestagswahl 2017 Das sagen Brandenburgs Politiker zur Wahl

Freude bei CDU und AfD, Riesenenttäuschung bei der SPD. Die CDU wird bei der Bundestagswahl in Brandenburg trotz herber Verluste stärkste Kraft. Den größten Zuwachs verzeichnet die AfD, die auf den zweiten Platz kommt. So reagieren Brandenburgs Politiker auf den Wahlausgang.

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AfD wird in Brandenburg zweitstärkste Kraft

Freude auf der Wahlparty der CDU in Potsdam.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Die rechtspopulistische AfD kann sich als der größte Gewinner der Bundestagswahl in Brandenburg sehen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis , das am Montagmorgen bekanntgegeben wurde, landet auf dem zweiten Platz hinter der CDU, die wie auch die beiden im Land regierenden Koalitionsparteien SPD und Linke herbe Verluste hinnehmen muss. Die CDU kommt auf 26,7 Prozent der Zweitstimmen. Das sind deutlich weniger als 2013, als die Christdemokaten noch 34,8 Prozent holten.

Mit 20,2 Prozent wird demnach die AfD zweitstärkste Kraft - deutlich mehr als in Hochrechnungen auf Bundesebene. 2013 hatte die AfD in Brandenburg 6,0 Prozent erhalten, es bundesweit aber nicht über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft.

Die SPD stürzt von ihrem bereits schlechtesten Ergebnis bei einer Bundestagswahl im Land weiter ab. Sie erreicht 17,6 Prozent, vor vier Jahren waren es noch 23,1 Prozent.

Die mitregierende Linke geht von 22,4 Prozent auf 17,2 Prozent zurück. Die FDP, die nicht im Potsdamer Landtag vertreten ist, kommt demnach auf 7,1 Prozent; vor vier Jahren waren es nur 2,5 Prozent. Die Grünen erringen 5,0 Prozent der Zweitstimmen - das sind etwas mehr als 2013.

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Neun der zehn Direktmandate in Brandenburg gehen an die CDU, nur im Wahlkreis 61 konnte sich knapp die SPD-Bewerberin Manja Schüle durchsetzen.

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Reaktionen aus Brandenburg

CDU-Generalsekretär Steeven Bretz sagte am Montag in Potsdam mit Blick auf die SPD: „Wenn man dieses Wahlergebnis auf Brandenburg herunterbricht, dann bleibt ja auch festzustellen, dass Brandenburg keine SPD-Hochburg mehr ist. Das gibt auch Rückendeckung für die Landtagswahl 2019.“

SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz mochte hingegen keine klaren Auswirkungen des Ergebnisses auf die nächste Landtagswahl sehen. „Die CDU hatte 2013 auch ein besseres Ergebnis bei der Bundestagswahl als wir und wir haben die darauffolgende Landtagswahl auch gewonnen.“ In Brandenburg sei es traditionellerweise so, dass die Wähler bei Bundes-, Landtags- und Kommunalwahl starke Unterschiede machten, so Geywitz am Montag.

CDU-Landeschef Ingo Senftleben wertete das Abschneiden der CDU als Erfolg. „Wir haben unser Wahlziel erreicht. Angela Merkel und die CDU sind die klaren Sieger und wir sind stolz, dass wir auch in Brandenburg unseren Teil dazu beitragen konnten“, sagte Senftleben am Sonntagabend.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach angesichts des Abschneidens der AfD von einem bitteren Ergebnis. Zu möglichen Auswirkungen auf die nächste Landtagswahl in Brandenburg sagte er: „Wir hatten eine ähnliche Situation gehabt, wenn auch nicht ganz so schlimm, vor vier Jahren, das war ein Jahr vor der Landtagswahl. Da wurde oft gesagt, jetzt wird die SPD auch die Landtagswahl verlieren. Wir haben die nächste Landtagswahl gewonnen - mit fast zehn Prozent Vorsprung.“

AfD-Landeschef Andreas Kalbitz sprach von einem „politischen Wendetag“. „Die AfD hat trotz aller Anfeindungen ein großartiges Ergebnis erzielt“, sagte er. „Das sehr gute Abschneiden der AfD ist aber auch ein großartiger Vertrauensbeweis der Wähler für die konsequente und konstruktive Oppositionsarbeit der AfD-Fraktion im brandenburgischen Landtag.“

Brandenburgs Linken-Chef Christian Görke bezeichnete das Ergebnis als Desaster für die politische Linke in Deutschland. Das Ergebnis für die AfD in der Höhe sei besorgniserregend, sagte Görke am Sonntagabend auf dpa-Anfrage. „Dass CDU/CSU und Teile der SPD der AfD nach dem Munde geredet haben, hat sich nicht ausgezahlt.“

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) forderte einen Kurswechsel seiner Partei auf Bundesebene. „Trotz vieler Erfolge war die Bundes-SPD zu sehr auf Nebengleisen unterwegs, dazu zählt auch die blödsinnige Anbiederung an öko-radikale Positionen, die nur zur Vernichtung von Arbeitsplätzen in unserem Land führen“, sagte Gerber. „Es ist dringend notwendig, dass die SPD wieder roter wird.“

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Freude, Jubel und Frustration. Alles war vorhanden bei den Wahlpartys in Brandenburg. Die CDU ist trotz herben Verlusten Wahlsieger, die SPD erzielt die schlechtesten Ergebnisse aller Zeiten. Die Wahlgewinner sind neben den Grünen und der Linken vor allem die AfD. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erleben sie die Stimmung auf den Wahlpartys.

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Von MAZonline

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