Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das sagen MAZ-Leser über Donald Trump
Brandenburg Das sagen MAZ-Leser über Donald Trump
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:23 11.11.2016
Donald Trump wird neuer Präsident der Vereinigten Staaten. Quelle: EPA
Anzeige
Potsdam

Seit Mittwochfrüh steht fest: Donald Trump wird der nächste Präsident der USA. Zur Wahl, den Personalien und der künftigen Rolle der Vereinigten Staaten haben uns viele Briefe und Mails erreicht. Eine Auswahl:

Es ist nicht „Everybody’s Darling“ Hillary Clinton, die Vertreterin der Großindustrie, der Banken und des Washingtoner Establishments, sondern der polternde Cowboy Donald Trump geworden, den niemand so recht einschätzen kann. Und die restliche Welt verfällt in eine Schockstarre und nennt Donald Trump Hassprediger (Frank-Walter Steinmeier). So macht sich der Eindruck breit, dass unsere Politiker nichts gelernt haben, nach wie vor in ihrem Wolkenkuckucksheim sitzen und dort losgelöst von den gesellschaftlichen Entwicklungen in unserem Land in elitären Zirkeln Politik diskutieren. Wolfgang Süßenberger, Bad Belzig

Wovor graust es den Etablierten und Arrivierten? Immerhin sind es ziemlich kleine Schuhe, die Obama hinterlassen hat. Trump könnte die Dinge mal richtig unkonventionell angehen. Ich denke, dass Trump ein 1-A-Unternehmer ist und würde wetten, wenn er Ministerpräsident in Brandenburg wäre, hätten wir einen BER, der voll im Funktionieren ist. Hans-Jörg Pöttrich, Potsdam

„Vielleicht kann die SPD etwas daraus lernen“

Die Amerikanerin und Direktorin des Potsdamer Einstein-Forums Susan Neiman hat ganz recht mit ihrer Anmerkung, dass die Demokraten dadurch, dass sie Hillary anstatt des volksnahen Sanders als Kandidatin durchgedrückt haben, den Präsidenten Trump erst möglich gemacht haben. Vielleicht kann die SPD etwas daraus lernen. Ihr Hitler-Vergleich ist allerdings unpassend: Hitler hatte eine Ideologie, Trump wechselt seine Meinungen so schnell wie Seehofer. Hitler hatte außenpolitische Ambitionen, Trump hat keine. Niels Detloff, Wittstock

Hundsgemeingefährlich? Wenn das eine in Deutschland lebende Amerikanerin skandieren darf, muss das nicht der Wahrheit entsprechen. Ich finde, das ist eine innere Angelegenheit der USA und jeder andere hat das zu respektieren. Wer Trump in seiner ersten Rede nach dem Sieg gehört hat, konnte ganz andere, versöhnlichere Töne von ihm hören. Also, erst abwarten. Klaus-Peter Bresch, Nauen

„Ich persönlich lehne Herrn Trump ab“

Was geht uns die Wahl in den USA an? Zu DDR-Zeiten hieß es, wir sind zu sowjetunionfreundlich, jetzt tendieren wir in die andere Richtung (USA). Ich persönlich lehne Herrn Trump ab, Frau Clinton ist das kleinere Übel. Am besten Frau Merkel würde das alles übernehmen. Die „Bankenkrise“ wurde gemeistert, die Flüchtlinge sind „untergebracht“. Martin Fredow, Niemegk

Wir Fernsehzuschauer haben mit unseren Rundfunkgebühren wieder viel Geld ausgegeben, weil in den USA Präsidentschaftswahlen abgehalten wurden. Da schickte die ARD Ingo Zamperoni von seinem Arbeitsplatz in Hamburg nach Washington. Genauso tat es das ZDF mit Claus Kleber. Beide Sendeanstalten haben in den USA genug Korrespondenzen. Man hätte die Reisekosten für das Personal und Equipment lieber sparen sollen. Christian Lossin, Rhinow

Kein soziales und moralisches Beispiel

Das Gefährlichste, was unserer Welt nach der Präsidentenwahl in den USA widerfahren kann, ist das Beharren auf der weltweiten Führungsrolle der USA. Sie sind wahrhaftig kein soziales und moralisches Beispiel, kein Vorbild. Albert Dreke, Potsdam

Sensationell: Der gewählte neue Präsident am 9. November bereits auf der MAZ-Titelseite! Aber auf der falschen Seite. Sein Bild steht Kopf. Es ist aber nicht zu befürchten, dass Trump den Erdogan wegen Majestätsbeleidigung macht. Da steht er drüber. Dora und Lutz Haenicke, Zossen und Neustadt-Rüttmannsdorf

Und das schreiben die Leser auf unserer MAZonline-Facebookseite:

Neue Besen kehren gut. Nur wie lange sie halten – denken wir mal an Kennedy. Hubert Freitag

Was regen sich eigentlich alle so auf? Über unsere eigene Politik kann man seit Jahren nur noch lachen. Und ja, die Menschen wollen Veränderung (ob es in diesem Fall gut ist, wird man sehen), das sieht man in vielen anderen Ländern. Und von wegen „Deshalb sei es umso wichtiger, gute Politik zu machen, sie zu erklären und den Menschen zuzuhören. Zu dieser guten Politik gehören vor allem gute Bildung, soziale Gerechtigkeit und tatsächliche Aufstiegschancen.“ Wann möchten denn die Politiker damit anfangen? Man darf auf die Wahl 2017 gespannt sein. Melanie Graf

„Im Eifer des Gefechts sagt man viel“

Es fehlt ein weiterer wichtiger Punkt: Durch die Veröffentlichung angeblich neuer Untersuchungen gegen Clinton durch das FBI hat sie eine Menge an Wählern verloren. Und obwohl das FBI wiederholt einräumen musste, dass keine Indizien für kriminelles Handeln vorlagen, war es ein kluger Schachzug des FBI-Direktors – der zufälligerweise Trumps Unterstützer ist. Michael Kretschmer-Loof

Warum soll immer der gewählt werden, der ethisch korrekt, lieb und nett ist? Vielleicht ist dieser Kandidat besser für alle. Auch wenn’s einigen nicht passt. Einfach kann jeder. Und was Trump alles im Wahlkampf gesagt hat, ist doch Schnuppe. Im Eifer des Gefechts sagt man viel. Außerdem finde ich einen der reagiert und handelt besser als unsere, die jedes Problem schweigend aussitzen bis keiner mehr davon redet. Tomy Lee

Wie sagte Heiner Geißler: „Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit ihrer Bewunderer zusammen.“ Uwe Schmalfeld

Von MAZonline

Brandenburg Labor im Einfamilienhaus in Falkensee - Drogen-„Chemiker“ kündigt Aussage an

Im März 2016 war das Falkenseer „Breaking Bad“ zu Ende. Die Polizei hob das eingerichtete Drogenlabor aus. Festgenommen wurden vier Männer und eine Frau. Jetzt hat der Prozess begonnen. Alle schweigen, nur einer hat eine Aussage angekündigt: Der „Chemiker“ der Bande.

11.11.2016

Vor dem Hintergrund aktueller Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln in anderen Bundesländern wurde jetzt auch eine Stallpflicht in Brandenburg angeordnet – zumindest ausgewiesenen Risikogebieten. Die Stadt Potsdam hat konkrete Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter veröffentlicht.

11.11.2016

Alle Proteste waren vergeblich: Im Frühjahr bestätigte die Firma Bosch, dass die Solar-Fabrik in Brandenburg an der Havel geschlossen wird. Im Sommer erhielten 160 verbliebene Mitarbeiter ihre Aufhebungsverträge. Doch jetzt ist ein Investor für den Entwicklungsstandort gefunden. Ein britisches Unternehmen will in Brandenburg die Solarzellen-Produktion revolutionieren.

15.03.2018
Anzeige