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„Wir leben im Plem-Plem-Land!“

Leser-Meinungen zum Kinderverbot beim Campen „Wir leben im Plem-Plem-Land!“

Nur wenige MAZ-Leser nehmen Anstoß daran, dass ein Campingplatz in Oberhavel Kindern unter 14 Jahren den Zutritt verwehrt. Was jedoch viele aufregt, ist die Welle der Empörung und die Diskriminierungskeule, die geschwungen werde. „Wir leben im Plem-Plem-Land“, bringt es ein Leser auf den Punkt.

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Ein Ort ohne Kinder: Der Campingplatz am Großen Wentowsee in Oberhavel.Foto: dpa

Potsdam. „Muss man immer gleich die Diskriminierungskeule schwingen? Ein Hotel in Bad Saarow bietet Wellness nur für Erwachsene an, prompt ist die Rede von Kinderfeindlichkeit. Jetzt vermarktet sich ein Campingplatz bei Fürstenberg als Erholungsort ohne Kindergeschrei und bekommt die Keule ebenfalls zu spüren. Immer mit der Ruhe! [...] Eine Familie scheiterte vor dem Landgericht Hannover mit einer Klage auf Schmerzensgeld, weil sie nicht in einem kinderfreien Hotel buchen konnte. Das Gericht stellte klar: Dem Hotelbetreiber steht es frei, wen er beherbergen will. Außerdem haben Erwachsene und Kinder ein unterschiedliches „Ruhe- und Erholungsbedürfnis“. Im Übrigen: 170 Campingplätze gibt es in Brandenburg, 99 Prozent davon stehen Kindern offen. Da sollte doch jeder fündig werden.“

So wie MAZ-Redakteur Torsten Gellner sieht das die Mehrheit der MAZ-Leser. Bei der MAZonline-Umfrage zum Zutrittsverbot für Kinder auf dem Campingplatz in Oberhavel fanden bis Mittwochmorgen knapp 70 Prozent der Abstimmenden: „Das ist in Ordnung, es muss auch ruhige Plätze geben.“ Nur 30 Prozent sehen darin eine Diskriminierung.

Kinderfreie Campingplätze

Kinderfreie Zone: Ein Campingplatz in Oberhavel erlaubt den Zutritt nur für Menschen ab 14 Jahren.

Bei der lebhaften Diskussion auf Facebook zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Die meisten Kommentatoren haben Verständnis für das Kinderverbot auf dem Campingplatz.

Ein Auszug der Meinungen und Argumente:

Was ist daran schlecht? Ich finde die Idee Klasse . Die Betreiberin ist selbst Mutter! Eltern können sich dort eine wohlverdiente „Auszeit“ gönnen...! Wer „verborgt“ seine Zwerge denn nicht gern mal zu Oma & Opa um mal wieder ein Stück Zweisamkeit zu genießen...“

Das eigentlich Empörende ist - wie ich finde - daß auch schon durch die bloße Stellungnahme, sich eine bundesstaatliche Stelle anmaßt , einem Brandenburger Unternehmen die Hoheit über die eigene Ausrichtung streitig zu machen.
Es ist lächerlich anzunehmen, daß alle „Empörten“ just in diesem Jahr genau auf diesen Campingplatz wollten. Selbst bin ich auch Vater zweier Kinder und finde die Idee trotzdem in Ordnung. Kann ich eben nicht hin. Na und? Fahr ich halt woanders hin....
Wenn das die ausgemachte Marktlücke ist, so soll sie auch besetzt werden können. Es gibt Senioren-, Single-, Schwulen-, Lesben- Reisen und Hotels. Sicher auch was für jede mögliche und unmögliche Vorliebe. Und das ist i.O. Warum also nicht eine Rückzugsmöglichkeit ganz ohne Kindergewusel?
Wie bei vielen Dingen, scheint mir auch hier die Sache eher so zu liegen:
Man wägt gar nicht mehr Für und Wider ab, sondern beurteilt lediglich das gruppendynamische Empörungspotential - (hat hier jemand Jehova gesagt?). Ist dieses Potential hoch genug, geht´s los. Und eine ganze Zahl bestimmter Leute mit bestimmten Fähigkeiten und Eigenschaften macht mit.
Wir leben im Plem-Plem-Land!

Verstehe die Aggressionen nicht , warum wird bei jedem Thema so massiv gestritten. Jeder hat Bedürfnisse und viele wollen im Urlaub Ruhe, da der Alltag laut und hektisch ist. Kinder sind nun mal laut, ok sollen sie es auch sein, aber eben nicht überall.“

Solange die Auswahl groß und ausreichend ist , soll es auch Campingplätze oder Hotels für bestimmte Zielgruppen geben! Ich gehe doch auch zum Italiener um italienisch zu essen und erwarte dann nicht unbedingt Tortillias oder Kohlroulade!“

Ich finde,das ist eine gute Idee ,es gibt doch auch Hotels nur für Erwachsene und Teenies ab 14,es ist ja nicht so,das es nur diesen einen Campingplatz gibt.In Berlin war auch die Empörung groß,weil ein Cafe-Betreiber keine Mütter mit Babys und Kleinkinder als seine Gäste wollte.Es gibt Ausweichmöglichkeiten und hat mit Kinderfeindlichkeit nix zu tun!“

Ich wünsche den Betreibern des Zeltplatzes weiterhin viel Erfolg für Ihr Konzept. Allen „Anklägern“ sei gesagt, dass jeder selbst über sein Geschäftsmodell entscheiden darf und sehen wird ob es zum Erfolg führt. Ich bin über 50 und kein Campingfan. Finde es aber eine tolle Idee das es für Menschen mit Liebe zur Natur hier einen ruhigen Platz zum ausspannen gibt.“

Von wegen Diskriminierung von Familien ...was für ein Schwachsinn! Ich habe auch ein kleines Kind und finde es völlig ok, wenn es, von den vielen Campingplätzen die es gibt, ein oder zwei oder drei „kinderfrei“ sind. Da kann man wenigstens mal wirklich abschalten und zur Ruhe kommen . Und, dass sich der Bund gleich mit einmischt ist eine absolute Frechheit.“

Wo ist das Problem? Es gibt Angebote für Familien und Kinder und kein Single ohne Kinder beschwert sich deshalb und schwingt die Diskriminierungs Keule. Warum umgekehrt? Und das, obwohl ich als Single an vielen Stellen wesentlich mehr zahlen muss.“

es steht doch jedem Unternehmer frei , seinen Kundenkreis zu definieren. Schließlich hat auch niemand eines Rechtsanspruch, in einem bestimmten Laden einkaufen zu dürfen. Und es wird ja auch niemand gezwungen, auf diesen Platz zu gehen. Es gibt reichlich Alternativen!“

Jeder wie er mag , selber wäre ich aber nie auf die Idee gekommen ohne meine Kinder in den Urlaub zu fahren“

Ein generelles Kinderverbot finde ich total daneben ! Man könnte aber einen Kinderfreien Bereich anbieten damit wären allen gerecht gemacht!“

Boykott ist da die richtige Antwort.“

ich mag auch keine nörgelnden, meckernde Rentner oder rauchende, saufende und Schlager hörende Erwachsene .... die viel nervigeren Gruppen auf Zeltplätzen, meiner Meinung nach ...von daher hätte ich auch gern einen Zeltplatz ohne diese Gruppen! ....Kinder hingegen finde ich eher bereichernd“

Ich finde es traurig , denn wenn das Schule macht. Es gibt Spielplätze , da dürfen keine Kinder spielen , weil es den Anwohnern stört , es gibt Kindereinrichtungen , da dürfen sich die Kinder nicht draußen aufhalten , weil es den umliegenden Nachbarn stört , Bitte wir alle waren mal Kinder !!! Eltern fahren in Urlaub und die Kinder werden wo abgegeben , tolle Sache und das wird wohl auch in der Zukunft weiter in diese Richtung gehen Kein Wunder das immer mehr Leute keine Kinder haben wollen in Deutschland.“

Leute...am ENDE ist es für uns ALLE ganz lange RUHIG.“

Anmerkung der Redaktion: Die Facebook-Kommentare sind authentisch und wurden nicht grammatikalisch und orthografisch korrigiert.

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Von MAZonline

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