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Das sind die Baustellen für Britta Ernst

Neue Bildungsministerin Das sind die Baustellen für Britta Ernst

Kaum im Amt, hat Brandenburgs neue Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) eine ganze Latte an Hausaufgaben auf dem Tisch: Fachkräftemangel, Lehrerbesoldung, Kitabeiträge, Inklusion: So lauten die bildungspolitischen Baustellen, die von der Opposition, der Lehrerschaft, aber auch von Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ausgemacht wurden.

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Britta Ernst (l.). bei ihrer Vereidigung im Landtag mit Landtagspräsidentin Britta Stark.

Quelle: dpa

Potsdam. Sie ist kaum im Amt, wird aber in den nächsten Monaten viel zu tun haben: Brandenburgs neue Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

Die 56-Jährige ist am Donnerstag im Landtag vereidigt worden und tritt damit die Nachfolge von Günter Baaske (SPD) an, der am Dienstag überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte. Der will sich nach 15 Jahren in Spitzenämtern mehr Zeit für seine Familie nehmen. Woidke lobte den Erfahrungsschatz der früheren Bildungsministerin von Schleswig-Holstein und verteidigte ihre Berufung gegen die Kritik, die SPD habe kein eigenes fähiges Personal mehr und müsse Fachkräfte deswegen importieren. „Es ist auch gut, mal einen Blick von Außen im Kabinett zu haben“, sagte er.

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Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske hat am Dienstag seinen Rücktritt erklärt. Er hat für die SPD viele Ämter bekleidet. Jetzt will er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Sein Mandat als Abgeordneter im Landtag will er jedoch behalten.

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Fachkräftesicherung, Kita-Kosten und mehr Geld für Lehrer

Als eine der Hauptaufgaben bezeichnete er die Fachkräftesicherung über eine gute berufliche Orientierung in der Schule. Außerdem müsse Ernst den „Doppelschritt“ bei den Kitas bewältigen: einerseits die Betreuung qualitativ zu verbessern, andererseits die Eltern von Gebühren zu entlasten.

Die Lehrergewerkschaft GEW nutzte den Wechsel an der Ministeriumsspitze, um Britta Ernst auf die Baustellen in der Bildungspolitik hinzuweisen, die sie nun anpacken müsse. „Aus der Sicht der GEW ist der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften zur Abdeckung der Unterrichtsversorgung eine der größten Baustellen des Bildungswesens in Brandenburg“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Günther Fuchs.

Aus Mangel an Fachkräften setze das Land zunehmend auf Quereinsteiger, deren Anteil vom Ministerium künstlich kleingerechnet wurde, warf er der Regierung vor. Die Seiteneinsteiger würden aber auch nicht richtig qualifiziert. Die Vorbereitung der Seiteneinsteiger ist Teil eines sieben Punkte umfassenden Forderungskatalogs der Gewerkschaft. Dazu gehört auch die Erhöhung der Vertretungsreserve von drei auf acht Prozent sowie die bessere Besoldung von Grundschullehrern.

Opposition wünscht glückliches Händchen

Baaske hinterlasse viele offene Baustellen, sagte der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann. „Der Unterrichtsausfall ist nach wie vor viel zu hoch. An den Schulen fehlt es an Lehrern. Und viele Lehrer sind zu Recht unzufrieden mit ihrer Bezahlung.“ Marie-Luise von Halem (Grüne) verwies ebenfalls auf die anhaltenden Probleme bei der Lehrergewinnung wie bei der Inklusion und wünschte Ernst ein glückliches Händchen bei den Haushaltsverhandlungen.

Lesen Sie hierzu auch:

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Von Torsten Gellner

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