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Brandenburg Das sind die verrücktesten “Notrufe“
Brandenburg Das sind die verrücktesten “Notrufe“
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16:41 25.11.2016
Wenn die Katze nicht so will, wie sie soll – ist das noch lange kein Fall für die Polizei. Quelle: Axel Heimken
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Berlin

„Bitte bleiben Sie dran. Im Moment sind leider alle Leitungen belegt.“ Wer gerade Opfer einer Straftat wurde, kann so eine Bandansage nicht gebrauchen. Doch genau das kommt in Berlin immer wieder vor, weil täglich mehrere hundert Menschen den 110-Notruf für Banales nutzen. Um dagegen anzugehen, hat die Polizei eine Woche lang beim Kurznachrichtendienst Twitter Anrufe dokumentiert, die keine Notrufe waren. Die Tweets wurden laut Polizei bis Freitagmittag 4,5 Millionen mal angesehen. Fragen nach den Lottozahlen und dem Datum gehören zu den harmlosen Beispielen.

Eheberatung gefällig?

Private Schwierigkeiten sind ein dominierendes Thema der Anrufe. Zum Beispiel: „Wie kann ich meine Frau loswerden? Ich zahle Miete aber sie ist hier gemeldet. Ich möchte sie loswerden.“ Mit die beliebtesten Tweets der Kampagne waren diese: „Meine Schwiegertochter will an mein Erbe“ und „Ich habe eine Freundin, die ist geistig nicht auf der Höhe. Die will ich nicht mehr als Freundin.“

Taxi, bitte!

Nummer verwechselt? „Können Sie mich zum Supermarkt fahren? Es regnet und ich will nicht laufen.“ Nicht selten ist bei den Anrufern Alkohol im Spiel: „Können Sie mich nach Hause fahren? Ich bin total voll.“ Oder: „Wir wissen nicht so richtig wo wir sind. Wir wollen in den nächsten Club. Sie wissen doch sicher, wo der ist?“

Ist da die Service-Hotline?

Es gibt Produkte, die werfen Fragen auf: „Wie oft muss ich beim Entkalken meiner Kaffeemaschine mit Wasser spülen, damit der Kaffee wieder schmeckt?“ Andere benötigen ein offenes Ohr zum Meckern: „Der Ladenbetreiber will meine Pfandflaschen nicht annehmen, der muss die doch zurücknehmen.“ Und auch das noch: „Die Reparatur meiner Heizdecke dauert nun schon fünf Wochen.“

Gefühlte Notrufe

Erster Berlin-Besuch und etwas irritiert: „Hier jongliert einer mit drei Schwertern an der Kreuzung.“ – „Das ist in Berlin normal.“ – „Ich kenne sowas nicht“. Andere scheinen durchaus in persönlichen Notlagen: „Hallo, können Sie mir sagen, ob gegen mich ein Haftbefehl vorliegt?“ Oder: „Ich komme mit meiner Kohle nicht klar, könnt ihr mir Geld geben?“

Kummerkasten

Miese Stimmung - Polizei: „Ich hab schlechte Laune, weil ich nichts zu rauchen habe“, klagt einer. Andere sind traurig und ahnen einen Ausweg: „Meine zweite Frau ist letzte Woche gestorben. Ich möchte jetzt als Ausgleich einen Hund vom Tierheim.“

Cat-Content

Katzen gehen im Internet immer. Aber nicht unter 110. „Hallo. Meine Katze faucht und knurrt mich an, ich traue mich nicht aufzustehen.“ Ein anderer Anrufer zeigt sich ebenfalls Katzen-kritisch: „Die vom Ordnungsamt waren bei meinem Nachbarn wegen Lärm und haben dann auch noch seine Katze gestreichelt.“

Fragezeichen

Bei manchen Anliegen kann sich die Polizei nicht erklären, was das soll. Einmal twittern die Beamten: „Anrufer stellt sich als „Hitler 2“ vor und erzählt noch andere wirre Sachen...“ Am Freitag lieferte die Stuttgarter Polizei den Berliner Kollegen ein Beispiel zu, womöglich ein Schwabe beim Kreuzworträseln: „I such e Rudltier mit fünf Buchstabe. Und des isch nedd dr Fuchs.“

Von Gisela Gross

Der Ausraster eines Schöffen hat ein Nachspiel: der Prozess wird wohl erneut aufgerollt. Ein Schöffe hatte den Angeklagten NPD-Mann Schneider emotional angeblafft. Nun hat Schneiders Anwalt einen Befangenheitsantrag gestellt, der Schöffe wird wohl ausgetauscht, damit müsste der Prozess von vorne beginnen.

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