Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das war die Woche in Brandenburg
Brandenburg Das war die Woche in Brandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:08 16.01.2016
Spektakulärer Lkw-Unfall auf der A10. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Potsdam

Das Jahr 2016 ist noch keine zehn Tage alt und doch ist schon so viel passiert. Hier die herausragendsten Themen der vergangenen Woche in Brandenburg.

Wintereinbruch in Brandenburg

Temperaturen bis weit über minus 10 Grad haben die Menschen in Brandenburg frieren lassen – und den Verkehr auf den Straßen und Schienen stark behindert. Es kam zu vielen Unfällen, Staus, die S-Bahn hatte ihre Aussetzer und der ADAC war im Dauerstress.

Erst gegen Ende der Woche zog sich Väterchen Frost wieder zurück und es wurde wärmer. Am Samstag waren tagsüber sogar nur noch vereinzelt Mützen zu sehen, denn die Sonne strahlte vom blauen Himmel.

Brandenburg-Barometer

Traditionell veröffentlich die Märkische Allgemeine Zeitung zum Jahresbeginn das aktuelle Brandenburg-Barometer.

Im Auftrag der MAZ hat Forsa die obligatorische Sonntagsfrage („Welche Partei würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre?“) gestellt, die Ängste der Menschen hierzulande erfahren und die Meinung der Märker zur möglichen Kreisgebietsreform erfragt. Wirklich überraschend waren die meisten Antworten nicht – und dennoch sorge die Umfrage für mächtig Aufruhr in der Parteienlandschaft. Mit so hohen Werten für die AfD hatte keiner gerechnet.

Umgang mit Reichsbürgern

In Brandenburgs Behörden gibt es oft sehr große Probleme mit sogenannten „Reichsbürgern“. Diese Menschen erkennen die Bundesrepublik nicht an und haben ihre ganz eigenen Vorstellungen, was zum Beispiel Steuern zahlen angeht.


Jetzt gibt ein Handbuch Ratschläge, wie mit den „Reichsbürgern“ umgegangen werden soll, denn gegen die teilweise sehr kruden Argumente, können die Verwaltungsangestellten kaum gegenhalten – mal abgesehen von tätlichen Übergriffen. Ein Experte sagte gegenüber der MAZ, dass viele dieser „Reichsbürger“ wirklich „irre“ sind und ganz oft einfach nur pleite.

Wegen KZ-Tattoo vor dem Richter

Im November trauten die Besucher des Freizeitbades Turm-Erlbenis-City in Oranienburg ihren Augen nicht. Ein Gast lief völlig ungeniert mit einer Tätowierung der Silhouette des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau auf dem Rücken im Bad herum. Unter dem KZ prangt der Spruch „Jedem das seine“, den die Nazis am Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald angebracht hatten. Das zog eine Anzeige nach sich.

Foto aus dem Schwimmbad. Quelle: privat


Noch vor Weihnachten wurde der NPD-Politiker zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zu wenig, fand die Staatsanwaltschaft und gab am Dienstag bekannt, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

Rätselhaftes Loch im Eis und blutiger Schnee

Gleich zwei Geschichten auf dem Eis haben die Brandenburger in der vergangen Woche sehr beschäftigt. Zunächst sorgten sich die Menschen um einen blutüberströmten Schwan in Brandenburg an der Havel.

Das blutüberströmte Tier am Ufer. Quelle: MAZ

In der Nähe der Jahrtausendbrücke hatten am Mittwoch hunderte Spaziergänger das blutende Tier gesehen und mit ihren Anrufen den Notruf der Feuerwehr lahmgelegt.

Nur einen Zeugen gab es dagegen bei einem Einbruch ins Eis am Donnerstag. Ein Spaziergänger hatte beobachtet, wie ein Skiläufer auf dem Mühlenbecker See (Oberhavel) ins Eis eingebrochen ist.

Taucher suchten unter dem Eis nach den möglichicherweise Verunglückten. Quelle: Robert Roeske

Kurz danach näherte sich eine zweite Person – wenig später waren beide verschwunden. Zurück blieb nur ein riesiges Loch im Eis. Polizeitaucher machten sich auf die Suche nach den Beiden. Vergeblich. Keine Spur – bisher.

Weitere Opfer von Silvio S. befürchtet

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Mohamed (4) aus Berlin und Elias (6) aus Potsdam könnte in wenigen Monaten beginnen. “Ich rechne mit einer Anklage im Frühjahr“, sagte der Potsdamer Rechtsanwalt Mathias Noll am Donnerstag.

Der mutmaßliche Mörder von Elias und Mohamed auf einem Bild einer Überwachungskamera. Quelle: Polizei


Kurz zuvor hat die Polizei zwei Grundstücke im Kreis Potsdam-Mittelmark durchsucht. Beamte gruben ein abgelegenes Gartengrundstück in Treuenbrietzen um. Außerdem nahmen sie ein Stück Gartenland in der Gemeinde Seddiner See unter die Lupe.

Ein Rücktritt und ein Abschied in Potsdam

Im Rathaus der Landeshauptstadt Potsdam begann das Jahr mit einer faustdicken Überraschung: Die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger (parteilos) kündigte am ersten Arbeitstag in diesem Jahr an, dass sie ihr Amt niederlegen werde.

Elona Müller-Preinesberger (Mitte) und ihr Mann Ignaz Preinesberger und Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (rechts). Quelle: LHP

Im Landtag in Potsdams Alter Mitte starte das Jahr mit einer bewegenden Trauerfeier. Brandenburgs SPD-Fraktionschef Klaus Ness war Mitte Dezember am Rande eines parlamentarischen Abends zusammengebrochen. Kollegen anderer Parteien, die Ärzte sind, leisteten ihm Erste Hilfe. Wenig später stirbt er jedoch an den Folgen eines Herzinfarktes.

Trauerfeier für Klaus Ness. Quelle: Julian Stähle

Am Mittwoch wurde im Landtag dem Toten in einer bewegenden Trauerfeier gedacht: Rund 250 Weggefährten und Freunde würdigten den verstorbenen Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Klaus Ness, als engagierten Streiter für Gerechtigkeit. Mit dabei war auch die Spitze er Bundes-SPD und Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel.

INFO: Die hier aufgelisteten Themen wurden in der vergangen Woche auf www.MAZ-online.de am meisten gelesen, kommentiert und diskutiert.

Von MAZonline

Die Verkaufspraxis der Bodengesellschaft BVVG, die ehemals volkseigenes Land für den Bund verkauft, steht oft in der Kritik. Jetzt hat sie ihre Richtlinien geändert. Das soll vor Bodenspekulanten schützen und Jungbauern begünstigen. Die Preistreiberei der vergangenen Jahre ist in Brandenburg gestoppt. Aber nur vorerst.

09.01.2016
Brandenburg Schmucke Innenstädte stoppen Abwanderung - Oh, wie schön ist Brandenburg

Die „Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ schaut auf ziemlich erfolgreiche 24 Jahre zurück. Nicht zuletzt stoppten auch denkmalgerecht sanierte Innenstädte die massive Abwanderung aus der Peripherie. Im Kulturlandjahr 2016 wollen die Städte zeigen, wie das Handwerk ihren Charakter bis heute geprägt hat.

08.01.2016

Die Brandenburger Linkspartei steuert im Angesicht der Übergriffe aus der Silvesternacht in Köln auf einen härteren Kurs. Fraktionschef Ralf Christoffers sprach davon, dass die Täter bestraft werden müssen. Man könne ihnen gegebenenfalls das Aufenthaltsrecht entziehen.

09.01.2016
Anzeige