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Das war die Woche in Brandenburg

21. Februar bis 27. Februar Das war die Woche in Brandenburg

Ob ein bevorstehender Megastau, die Absage der nächsten Pogida-Veranstaltung in Potsdam oder der Fall eines 16 Jahre alten Flüchtlings, der die Gemüter in Glöwen erhitzt - die Woche in Brandenburg hielt einiges bereit. Wir haben einen Überblick vorbereitet, bei dem auch der spektakuläre Fund bei einem Bauern oder ein unfreiwilliger Zwischenstopp nicht fehlt.

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Pogida-Anmelder Christian Müller und seine Freundin Annika: Sie wird die Leitung künftig doch nicht übernehmen, weil sie eine Ausbildung beginnt.

Quelle: Stähle

Potsdam. Drogen-Bauer, ein ausgearteter Junggesellenabschied, mögliche Megastaus und das Mobilmachen von Asylkritikern: Die vergangene Woche war in Brandenburg erlebnisreich. Haben sie die Woche verpasst? Wir haben die wichtigsten Themen für Sie zusammengefasst.

Staugefahr ab April: A10 wird zur Baustelle

In Brandenburg werden 2016 mehr als 400 Millionen Euro in den Straßenbau investiert. Das Geld fließt in den Ausbau von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Insgesamt sind 196 Baustellen geplant - und verteilen sich über das gesamte Land. Schon im startet eines der bedeutsamsten Projekte der kommenden Jahre: Der südliche Berliner Ring wird streckenweise auf acht Spuren verbreitert – Autofahrer müssen sich bis 2020 auf Staus gefasst machen. Allein 120 Millionen kostet das Projekt. Hier lest ihr, warum von dem Bau auch Brandenburger Unternehmen profitieren und welche Projekte noch anstehen.

Naht das Ende von Pogida?

Wieder hatte Christian Müller zu einem sogenannten Abendspaziergang seiner „Pogida-Bewegung“ aufgerufen. Wieder kamen die wenigen Teilnehmer nicht weit. Die Gegendemonstranten waren in der Überzahl – und vor allem sehr laut. Nachdem Müller vor einer Woche zu einer Gefängnisstrafe – noch ist das Urteil nicht rechtskräftig – verurteilt wurde, stellten sich in der vergangen Woche viele die Frage: Ist der „Pogida“-Spuk in Potsdam jetzt vorbei? So schnell wohl nicht – auch, wenn die nächste geplante Demo abgesagt wurde. Beraten wird derzeit über eine Nachfolge für Christian Müller. Seine Freundin, wie zunächst angegeben, will sich seiner Passion nicht als Anmelderin annehmen, doch ein Leipziger Legida-Anhänger steht schon in den Startlöchern.

Eklat bei AfD-Demo

Rund 100 AfD-Anhänger ziehen am Montagabend erstmals durch Jüterbog (Teltow-Fläming), sie demonstrieren vor allem „gegen Asylchaos“. „Wir schaffen dass! Nur ohne Merkel und Rot-Grün“ ist auf einem der Plakate zu lesen. Vorbei ziehen sie auch an der Turmstube, auf die bei einer vergangenen Aslydemonstration ein Anschlag verübt wurde. Die AfD bekennt sich klar gegen Gewalt. Doch am Ende kommt es zu einem kleinen Eklat: Der SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn wurde auf die Bühne gerufen worden. Danach wurde er von den Demonstranten ausgebuht und beschimpft.

Politiker Erik Stohn stellt sich in Jüterbog gegen die AfD.

Quelle: Degener

Auferstanden aus TV-Ruinen

Zum Jahrestag des Starts der längst wieder eingestellten Sat 1-Show „Newtopia“ will einer der ehemaligen Bewohner wieder von Zeesen aus auf Sendung gehen. Diesmal allerdings im Alleingang. Dirk Peters, der sich „Don Diego“ nennt, hat sich privat in der alten „Newtopia“-Scheune eingemietet und plant von dort einen Neustart im Internet – unter dem Namen „Youtopia“.

Newtopia geht weiter. Diesmal im Internet unter dem Namen Youtopia.

Quelle: Sat.1

Kleiner und privater soll das Projekt sein. Der Schauplatz bleibt allerdings der gleiche, ebenfalls das Personal. Der Initiator lebte übrigens selbst zwei Wochen in der "Newtopia"-WG und hat nun die Scheune im Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen angemietet.

Schlimmer Verdacht in Glöwen

Der Fall eines 16-Jährigen, der in der Prignitz zwei Jungen im Alter von 9 und 11 Jahren missbraucht haben soll, erhitzt weiter die Gemüter. Die Staatsanwaltschaft will den Verdächtigen in Untersuchungshaft sehen, das Gericht ließ ihn unter Auflagen bis zum Prozessbeginn frei. Bis über die erneute Beschwerde der Ankläger entschieden ist, kann es dauern. Neonazis machen mobil und gehen in Glöwen protestieren.

Breaking Bad Belzig

Im Stall Kühe, im Keller Koks – der Drogenfund auf einem Bauernhof in Bad Belzig ist der wohl spektakulärste, den es in Brandenburg je gab und hat vor allem im Ort des Drogen-Bauern hohe Wellen geschlagen.

Diese Drogen wurden bei dem Bauern in Werbig sichergestellt.

Quelle: Zollfahndung

Der 60-jährige Holländer Rien V. gilt dort als netter, ruhiger und hilfsbereiter Nachbar. Offen ist bisher, ob es Hintermänner gab. Der Bauer jedenfalls weist die Schuld von sich und gab an, das Lager nur vermietet zu haben. Bestätigt sich seine Aussage nicht, drohen Rien V. mehr als 10 Jahre Haft.

Dieser Mann soll mehr als 100 Kilo Drogen auf seinem Grundstück versteckt haben.

Quelle: MAZ

Junggesellenabschied eskaliert und endet in Schönefeld

Fliegen betrunkene Männer zu einem Junggesellenabschied: Weil sie sich so dermaßen daneben benahmen, ist ein Teil einer englischen Reisegruppe aus einem Flugzeug geflogen. Die zwölf Briten waren auf dem Weg von London nach Bratislava. Doch Sechs von ihnen - darunter der künftige Bräutigam - kamen am Freitag aber nur bis Berlin-Schönefeld. Der genervte Pilot machte auf der Route Großbritannien - Bratislava einen außerordentlichen Zwischenhalt am Flughafen Schönefeld und warf die Briten aus dem Flugzeug. Insgesamt 170 Fluggäste waren davon betroffen. Was sie angestellt haben und warum der Zwischenstopp jetzt richtig teuer für sie werden könnte, lest ihr hier.

Von MAZonline

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