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Brandenburg Deichbruch am Morgen bei Herzberg
Brandenburg Deichbruch am Morgen bei Herzberg
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07:47 05.06.2013
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Potsdam

Am frühen Morgen ist in Arnsnesta in Herzberg ein Deich gebrochen. Die Bevölkerung ist an der Stelle jedoch nicht betroffen, teilte der Landkreis Elbe-Elster mit. Die Feuerwehr ist vor Ort um Reparaturen vorzunehmen. Das Hochwasser dringt jetzt in Brandenburg verstärktin den Norden vor. Doch trotz steigender Pegelstände der Elbe ist die Hochwasserlage in Brandenburg nach wie vor unter Kontrolle. „Ganz so heftig ist es noch nicht”, sagte Wolfgang Brandt, Sprecher des Innenministeriums am Mittwochmorgen. Entlang der Elbe sei die höchste Warnstufe noch nicht erreicht - mit der für die nächsten Tage angekündigten Hochwasserwelle aber würden die Pegelstände deutlich steigen. Ab diesem Mittwoch nimmt die Katastrophenschutzleitung in Brandenburg ihre Arbeit auf.

In weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands heißt es dagegen weiterhin „Land unter”. Während einige Hochwassergebiete bereits die Schäden sichten können, sind andere noch akut von den Wassermassen bedroht. Am frühen Mittwochmorgen war die Lage vor allem in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern angespannt. In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden wurden weitere Evakuierungen vorbereitet, auch im bayerischen Landkreis Deggendorf wurden Menschen in Sicherheit gebracht.

In Passau scheint das Schlimmste hingegen überstanden. In der schwer getroffenen Dreiflüssestadt ist das Wasser der Donau zwar fast drei Meter zurückgegangen - entlang der Ufer seien aber immer noch einige Straßen überflutet, teilte ein Sprecher mit.Auch die Innenstadt sei nach wie vor abgeschnitten. Das Gröbste sei aber überstanden: „Langsam kommen wir weg von der Katastrophe und hin zum Hochwasser.”

Der vom Donauhochwasser teilweise überschwemmte Landkreis Deggendorf ist nach der Teilsperrung der Autobahn 92 fast vollständig vom Umland abgeschnitten. Die Region sei nur noch über einige wenige Straßen für Helferund Fahrzeuge zu erreichen, erklärte eine Landkreissprecherin am Mittwochmorgen. In der Nacht wurden weitere Häuser evakuiert - 50 bis 80 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.I

n der Region Deggendorf und Straubing mussten bereits am Dienstag rund 6000 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwasser verlassen. In Dresden bereitet die Elbe zunehmend Sorge. „Da steigt der Pegel langsam, aber kontinuierlich”, sagte Stadtsprecherin Heike Großmann.Mehr als 600 Menschen sollten vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. Außerdem sei in einigen Straßenzügen der Strom abgeschaltet worden. Das Landeshochwasserzentrum teilte mit, dass der Pegel der Elbe einen Stand von 8,05 Metern erreicht habe - normal seien etwa zwei Meter. Höchststände würden im Laufe des Tages erwartet. 

Auch in Halle in Sachsen-Anhalt spitzte sich die Lage in der Nacht zu. Mehr als 8 Meter betrug der Pegelstand der Saale am Mittwochmorgen, teilte die Stadt mit. Normal sei ein Stand von weit unter3 Metern. „Seit 400 Jahren ist das der höchste Stand”, betonte ein Sprecher. Teile der Innenstadt würden zunehmend überflutet. Ein Damm sei stark aufgeweicht. Einsatzkräfte versuchten, diesenmit Sandsäcken zu stabilisieren. Die Stadt richtete Notquartiere ein - Evakuierungen seien aber momentan noch nicht angeordnet. In einigen Straßenzügen wurde der Strom abgestellt.

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