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Demo „gegen Hass und Rassismus im Bundestag“

Tausende Berlin Demo „gegen Hass und Rassismus im Bundestag“

Kurz vor der konstituierenden Sitzung des Bundestages haben sich rund 12 000 Menschen in Berlin an einer Demonstration unter dem Motto „Gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ beteiligt.

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Tausende Menschen demonstrieren in Berlin unter dem Motto „gegen Hass und Rassismus im Bundestag“.

Quelle: dpa

Berlin. Tausende Menschen haben sich am Sonntag in Berlin versammelt, um - so das Motto - „gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ zu demonstrieren. Anlass der Demonstration am Sonntag ist die konstituierende Sitzung des neugewählten Bundestags am kommenden Dienstag.

Berliner Polizei mit 200 Kräften vor Ort

Die Veranstalter hatten in ihrem Aufruf erklärt: „Am 24. Oktober werden Rechtsextreme und Rassisten auf den Stühlen des Bundestags Platz nehmen, als Mitglieder der neuen AfD-Fraktion.“ Daraufhin hatte die AfD die Demonstration am Freitag als „Anschlag auf die Demokratie“ bezeichnet. Die Berliner Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 200 Kräften vor Ort.

Die Demonstranten tauchen die Stadt am Sonntag mit Transparenten in bunte Farben

Die Demonstranten tauchen die Stadt am Sonntag mit Transparenten in bunte Farben.

Quelle: dpa

Die Idee zu der Aktion hatte der Gießener Lehramtsstudent Ali Can. Er hatte mit Gesprächen mit Pegida-Anhängern und einer „Hotline für besorgte Bürger“ für Aufsehen gesorgt. Der türkischstämmige Student engagiert sich unter anderem in einem Verein für Integration und friedliches Zusammenleben. Unterstützer der Demo sind der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Die Linken, der Lesben- und Schwulenverband und viele kleinere Initiativen.

Bis zu 12.000 Teilnehmer

Am frühen Nachmittag bildete sich ein langer Menschenzug zwischen Brandenburger Tor, Reichstagsgebäude und Kanzleramt. Die unterstützende Organisation Campact sprach von 12.000 Teilnehmern, die Polizei von mehreren Tausend. Das Bündnis fürchtet nach eigener Erklärung fremdenfeindliche und rassistische Reden im Parlament. Am Dienstag kommen die Abgeordneten zur konstituierenden Sitzung des Bundestags zusammen. 92 Plätze werden dann von AfD-Abgeordneten besetzt, nachdem die frühere Parteichefin Frauke Petry und ein weiterer Kollege die Fraktion verlassen haben.

Ein Meer aus bunten Transparenten

Ein Meer aus bunten Transparenten.

Quelle: dpa

Die Veranstalter der Demonstration hatten bis zu 10.000 Teilnehmer erwartet. Zum Auftakt waren zunächst deutlich weniger Menschen gekommen. Vor der Bühne am Brandenburger Tor versammelten sich gegen Mittag schätzungsweise gut 1.000 Menschen. Die Polizei meldete bis zum Nachmittag keinerlei Zwischenfälle bei der Demonstration.

Demo sei ein wertvolles Zeichen

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, sagte zum Auftakt: „Die Demo ist ein wertvolles Zeichen, dass sich die Leute nicht damit abfinden, dass jetzt eine Partei im Bundestag sitzt, die sich im Wahlkampf teilweise rassistisch und rechtsradikal geäußert hat.“ Auch der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) unterstützte den Protest. Der Einzug der AfD sei „eine historische Zäsur für unser Parlament“, erklärte er in einem Grußwort.

„Die meisten Teilnehmer kamen aus Berlin und Umgebung, es waren auch viele Familien dabei“, sagte Organisator Daniel Boese. Zu den Unterstützern der Demonstration zählten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Die Linken, der Lesben- und Schwulenverband und viele kleinere Initiativen.

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Am Sonntag startete in Berlin die Demo „gegen Hass und Rassismus im Bundestag“. Rund 12.000 Menschen kamen um ein Zeichen zu setzen. Die Berliner tauchten ihre Stadt in ein Meer aus bunten Transparenten.

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Von MAZonline/dpa

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