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Der Herr der Zahlen

Bundestagswahl in Brandenburg Der Herr der Zahlen

Als Landeswahlleiter in Brandenburg erlebt Bruno Küpper am Sonntag seine dritte Bundestagswahl. Der 69-Jährige frühere Polizeipräsident in Potsdam hatte 2009 die ehrenamtliche Aufgabe übernommen und ist seither bei allen Wahlen im Land der oberste Chef. Darüber hinaus ist sein Rat gefragt. Für die Landesregierung war er zuletzt Koordinator für Flüchtlingsfragen.

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Bruno Küpper (69) ist seit dem Jahr 2009 Landeswahlleiter in Brandenburg.

Quelle: dpa

Potsdam. Eigentlich wäre Bruno Küpper längst Pensionär und könnte sein Rentnerdasein fristen. Doch der 69-jährige frühere Polizeipräsident in Potsdam ist ein gefragter Mann, der nicht an Ruhestand denkt. Am Sonntag erlebt Küpper als Landeswahlleiter Brandenburgs – eine ehrenamtliche Tätigkeit – seine dritte Bundestagswahl.

„Es läuft alles nach Plan“, sagt Küpper, dennoch ist die Anspannung in der Geschäftsstelle des Landeswahlleiters im Innenministerium groß. Zusätzlich zur Bundestagswahl finden 34 Bürgermeister-Wahlen statt – das erfordert zusätzliches Auszählen und mehr Abstimmungsbedarf. Hinzu kommen die erhöhten Anforderungen an die Datensicherheit. Bei Wahlen in anderen europäischen Ländern hatte es Angriffe auf Datenbanken gegeben. Mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen soll dafür gesorgt werden, dass die Übermittlung der Daten störungsfrei läuft.

Küpper, der aus Koblenz stammt und am Schwielowsee bei Potsdam wohnt, ist seit Januar 2009 Landeswahlleitung. Immer wieder übernahm er für die Landesregierung zusätzliche Aufgaben – meist als Krisenmanager. So wurde er 2011, als die Hochwasserlage besonders prekär war, Oderbruch-Beauftragter der Regierung – eingesetzt vom damaligen Innenminister Dietmar Woidke (SPD). Der heutige Regierungschef war es auch, der Küpper 2015 zum Asyl-Koordinator der Landesregierung ernannte. Der Job ist inzwischen ausgelaufen. Seit Kurzem hat Küpper aber einen neuen: Er koordiniert für das Innenministerium die Arbeit im NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag.

Küpper war 1992 aus dem damaligen Partnerland Nordrhein-Westfalen nach Brandenburg zur Polizei gekommen und war erst Inspekteur der Polizei und dann Polizeipräsident.

Von Igor Göldner

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