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Der Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Positive Bilanz vom Umweltministerium Der Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Seit 2004 breiten sich die Raupen des Eichenprozessionsspinners aus. Sie gefährden auch die Gesundheit der Menschen. Mit einem Insektizid werden die gefährlichen Raupen bekämpft. Doch während das Umweltministerium eine positive Bilanz zieht, gibt es von anderer Seite starke Kritik.

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Raupen des Eichenprozessionsspinners auf einem Eichenstamm. Sie können beim Menschen heftige allergische Reaktionen auslösen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durch ein von Hubschraubern versprühtes Insektizid ist nach Ansicht des Potsdamer Umweltministeriums ein Erfolg. Ob die teilweise von Umweltschützern kritisierte Aktion 2017 fortgesetzt wird, soll im kommenden Herbst entschieden werden, wie das Ministerium am Donnerstag in Potsdam mitteilte. 2013 waren landesweit mehr als 10 000 Hektar im Wald und in Siedlungsgebieten aus der Luft besprüht worden, in diesem Jahr sollen es noch mehr als 1000 Hektar sein.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners, eines Schmetterlings, hatten sich seit 2004 in Brandenburg ausgebreitet. Sie verursachen Fraßschäden an Bäumen und können mit ihren Brennhaaren heftige allergische Reaktionen bei Menschen auslösen.

Ein Mitarbeiter  befüllt bei Potsdam den Außentank eines Hubschraubers mit einem Insektizid gegen den Eichenprozessionsspinner

Ein Mitarbeiter befüllt bei Potsdam den Außentank eines Hubschraubers mit einem Insektizid gegen den Eichenprozessionsspinner.

Quelle: dpa-Zentralbild

Der Naturschutzbund Brandenburg (Nabu) kritisiert die Sprühmaßnahmen mit dem Biozid Dipel ES. Das Mittel schädige andere Arten, darunter natürliche Feinde des Schädlings, und löse die Allergieprobleme nicht, da die Nester erhalten blieben. „Die Aktion ist aus unserer Sicht völliger Blödsinn“, sagte Nabu-Vorstandsmitglied Werner Kratz, Biologe an der FU Berlin. Er fordert, betroffene Waldgebiete nicht chemisch zu behandeln und stattdessen auf ökologischen Waldumbau zu setzen.

Erst kürzlich hatte ein Fall in der Prignitz für Diskussionen gesorgt: Zwei Kinder waren auf dem Weg zur Schule zwischen Giesensdorf und Pritzwalk mit Dipel ES durchtränkt. Die Mutter hatte sich in Sorge auch an die MAZ gewandt. Später bedauerte der Landkreis den Vorfall, sagte aber auch, dass die „Folgen nicht dramatisiert werden“ sollen.

Von MAZonline und dpa

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