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Brandenburg Der Krebs stoppt Manfred Stolpe nicht
Brandenburg Der Krebs stoppt Manfred Stolpe nicht
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08:11 08.01.2018
„Der Krebs gibt zurzeit Ruhe“: Manfred Stolpe im Gespräch mit der MAZ. Quelle: Foto: Gartenschläger
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Potsdam

Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) will trotz seiner Krebserkrankung an seinem ehrenamtlichen Engagement festhalten. „Meine Ehrenämter von der Stiftung für Völkerverständigung und der Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit will ich weiter wahrnehmen“, sagte der 81-Jährige im Gespräch mit der MAZ. Außerdem werde er sich weiter in der SPD und im Domkapitel des Doms zu Brandenburg engagieren.

Manfred Stolpe war von 1990 bis 2002 der erste Ministerpräsident des Landes Brandenburg nach der Wende. Er lebt in Potsdam.

Stolpe, der zwischen 1990 und 2002 Ministerpräsident des Landes war, erkrankte 2004 an Darmkrebs. „Der Krebs gibt zurzeit Ruhe, aber ich leide unter den Nebenwirkungen, wie zum Beispiel einer starken Beeinträchtigung der Stimme“, erklärte Stolpe. Er müsse sich deswegen derzeit vorwiegend schriftlich äußern. „Ich habe noch nie so viel geschrieben wie zurzeit“, sagte er. „Ich konzentriere mich nicht auf meine Leiden, sondern versuche, das Nötigste zu tun.“

Absage der Kreisgebietsreform

Stolpe, der Ehrenvorsitzender der märkischen SPD ist, bezeichnete die Absage der Kreisgebietsreform durch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) als „kluge Entscheidung“. Nun komme es darauf an, welche „freiwilligen Schritte von den Gegnern der Reform getan werden“, sagte er. „Ein Weiterwursteln schadet dem Land und den Bürgern.“ Er äußerte Verständnis dafür, dass sich die im Zuge der Reformabsage zurückgetretene Generalsekretärin Klara Geywitz (SPD) auf ihre Arbeit im Landtag konzentriert und nicht für das Amt des Potsdamer Oberbürgermeisters kandidiert. „Ich finde ihre Zurückhaltung richtig“, so Stolpe.

Jakobs Nachfolger

Im Herbst wird in der Landeshauptstadt ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Amtsinhaber Jann Jakobs (SPD) tritt nach 16 Jahren nicht mehr an. Wen die SPD ins Rennen schickt, ist noch offen: Um die Nachfolge konkurrieren Stadtkämmerer Burkhard Exner und Sozialdezernent Mike Schubert. Beide wären gute Oberbürgermeister, so Stolpe.

» Das vollständige Interview mit Manfred Stolpe

Von Ildiko Röd

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