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Der Marmorsaal glänzt wieder

Restaurierungen im Neuen Palais beendet Der Marmorsaal glänzt wieder

Es ist ein europaweit einmaliger Raum und kann ab Mittwoch wieder besichtigt. Die Restaurierungsarbeiten im Marmorsaal sind beendet. Am Montag ist der Saal im Potsdamer Neuen Palais der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Sanierung hat rund drei Jahre gedauert.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die mehrjährigen Restaurierungen des Marmorsaals im Potsdamer Neuen Palais sind beendet. Dem 600 Quadratmeter großen Raum in der obersten Etage des von Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) erbauten Schlosses sei sein Charakter zurückgegeben worden, sagte Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, am Montag. Ab Mittwoch können Besucher den europaweit einmaligen Raum ansehen im Park Sanssouci. Ab sofort laufen sie aber über einen gläsernen Steg, um das Kunstwerk nicht zu schädigen.

Das Neue Palais in Potsdam-Sanssouci entstand nach dem Siebenjährigen Krieg ab dem Jahr 1766. Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) wollte damit seine Macht und die Größe Preußens zeigen. Er plante einen Prachtbau, ausgestattet mit wertvollen Kunstwerken. Das Schloss hat fast 1000 Räume.

90 Tonnen schwer ist der Marmorsaal. Er gehört mit dem darunter liegenden Grottensaal und dem barocken Schlosstheater zu den Attraktionen des Palais. Aus Kosten- und Zeitgründen wurde Pfusch am Bau in Kauf genommen. Daher sind umfangreiche Sanierungen nötig.

Der Boden aus vielfarbigem schlesischem Marmor glänzt wieder, die Decke ziert ein riesiges Gemälde; dazu kommen vier Kunstwerke an den Seitenwänden. Die Szenerie beleuchten acht gewaltige Kronleuchter.

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Es ist ein europaweit einmaliger Raum und kann ab Mittwoch wieder besichtigt. Die Restaurierungsarbeiten im Marmorsaal sind beendet. Am Montag ist der Saal im Potsdamer Neuen Palais der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Sanierung hat rund drei Jahre gedauert.

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Statt den Fußboden des 90 Tonnen schweren Saals auf Säulen im Grottensaal zu platzieren, entschied sich der Preußenkönig für eine kostengünstigere Variante: Normale Holzbalken, viele nicht richtig getrocknet, mussten gut 18 Meter überbrücken. Bereits kurz nach Eröffnung im 18. Jahrhundert wurden mithin erste Reparaturen fällig. 2008 wurde der Saal dann wegen Einsturzgefahr gesperrt. Bei der komplizierten Sanierung mussten unter anderem geschädigte Balkenköpfe freigelegt und teilweise ersetzt werden. Gleichzeitig wurden die Blumenornamente im Boden restauriert oder ergänzt.

Die Sanierung kostete laut Schlösser-Stiftung rund 4,9 Millionen Euro und wurde 2013 in Angriff genommen. Nach Angaben von Dorgerloh gehen am Neuen Palais die Arbeiten weiter, unter anderem am Dach und am Sockel. Das Geld stammt aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg. Bis 2017 stehen insgesamt 155 Millionen Euro bereit. „Wir sind guter Hoffnung, dass auch danach Geld zur Erhaltung des friderizianischen Erbes bereitsteht“, sagte Dorgerloh.

Von dpa

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