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Der neue BER-Chef: Engelbert Lütke Daldrup

Führungswechsel am Hauptstadtflughafen Der neue BER-Chef: Engelbert Lütke Daldrup

Ein externer Manager fand sich auf die Schnelle nicht, deshalb übernimmt der Beamte Engelbert Lütke Daldrup das Ruder am geplanten Hauptstadtflughafen in Schönefeld (Dahme-Spreewald). Er kennt das berüchtigte Projekt.

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Engelbert Lütke Daldrup

Quelle: Gregor Fische

Potsdam/ Schönefeld. Mit verspäteten Großprojekten und ausufernden Kosten hat Engelbert Lütke Daldrup, der neue Chef der Berliner Flughäfen, Erfahrung. 2003 begann in Leipzig der Bau des City-Tunnels, zweier Bahnröhren unter der Innenstadt. Lütke Daldrup war Baurat der Stadt, einer der Bauherren des Projekts, dessen Baukosten von ursprünglich anvisierten 572 Millionen Euro auf 935 Millionen anschwollen. Eröffnet wurde der Tunnel vier Jahre verspätet 2013, als Lütke Daldrup schon wieder weg war.

Während seiner Amtszeit war der Bau der Werke von Porsche und BMW in der Messestadt angeschoben worden, auch das neue Bildermuseum - Leipzigs Olympiabewerbung für 2012 aber scheiterte unter seiner Führung. Nach zehn Jahren in Leipzig folgte Lütke Daldrup 2006 seinem langjährigen Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) ins Bundesverkehrsministerium nach Berlin.

Schlank und mit markanter Haartolle wirkt Lütke Daldrup zuweilen noch wie ein Heranwachsender, weniger wie der 60 Jahre alte Beamte und Honorarprofessor, der er ist. Der verheiratete Niederrheiner blickt auf eine lange Behördenlaufbahn zurück. Sie führte den gelernten Raumplaner zur Wendezeit schon einmal in die Berliner Senatsverwaltung, wohin er vor drei Jahren zurückkehrte. Regierungschef Michael Müller (SPD) holte den Staatssekretär in die Senatskanzlei und machte ihn zu seinem Flughafenkoordinator, den Mann für die Detailarbeit unter Flughafen-Aufsichtsratschef Müller.

Beobachter schildern den Gelegenheitsraucher Lütke Daldrup als gut informiert, zum Teil aber auch als verschlossen und gelegentlich impulsiv. „Nicht so viel quatschen, nicht so viel spekulieren“, entfuhr es ihm einmal, als die Mutmaßungen über den neuen Hauptstadtflughafen wieder mal ins Kraut schossen. Seine Mahnung: „Fertig bauen und die Leute, die es machen, die Seriösen, auch mal unterstützen.“

Von Jörg Aberger und Burkhard Fraune

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