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Deutsche legen weniger zur Seite

Brandenburger investieren in Häuser, Sparbücher oder Aktien Deutsche legen weniger zur Seite

Den Deutschen geht es wirtschaftlich gut – sie wissen aber nicht wohin mit dem Geld. Das geht aus dem „Vermögensbarometer“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervor, das am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

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Nur noch 19 Prozent der Befragten halten angesichts der mickrigen Zinsen das klassische Sparbuch für eine geeignete Anlage, gegenüber noch 27 Prozent im Jahr 2012. Nur noch 30 Prozent setzen auf eine Lebensversicherung (2012: 35 Prozent), während die Riesterrente mit 13 Prozent in gleichem Maße niedrig geblieben ist. Die Sparquote sei zurückgegangen, sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon gestern in Berlin.

In Deutschland legen derzeit vor allem die Baden-Württemberger und die Bayern, aber auch die Einwohner Hessens noch vergleichsweise viel Geld auf die hohe Kante. Pro verdientem Euro stecken die Baden-Württemberger 11,9 Cent in den Sparstrumpf oder in andere Anlagen. In Mecklenburg-Vorpommern sind es hingegen nur 7,6 Cent. Dort liegt das verfügbare Pro-Kopf-Jahreseinkommen laut Statistischem Bundesamt allerdings mit 16 317 Euro auch weit unter dem Einkommen im südwestdeutschen Musterländle mit 21.679 Euro im Jahr 2011. In Brandenburg investierten die Einwohner 9,9 Prozent des Einkommens in Häuser, Sparbücher oder Aktien. Bundesweit ist die Sparquote von 10,9 Prozent im Jahr 2010 auf 10,3 Prozent (2012) zurückgegangen. „Vermögensbildung braucht Rahmenbedingungen, die Sicherheit, Stabilität und Vertrauen gewährleisten“, sagte Fahrenschon. Er forderte, dass der Bund einen Teil dessen, was er angesichts der historisch niedrigen Zinsen an der eigenen Finanzierung spart, den Bürgern für die Vermögensbildung zurückgeben solle. Unter anderem schlug er vor, die Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie anzuheben und die Riesterrente zu verbessern. Das Finanzministerium wollte sich zu den Forderungen mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen nicht äußern.

Auffällig ist, dass bei den Deutschen trotz der möglicherweise besseren Renditen die Skepsis gegenüber der Aktie tief verwurzelt sind. Nur elf Prozent halten diese für eine geeignete Anlageform, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Fahrenschon zufolge schrecken aber auch die strengeren Anforderungen bei der Wertpapierberatung viele Sparer ab, in Aktien zu investieren. Bei den 160 wichtigsten Aktien sei der Anteil der Beratungsgespräche bei den deutschen Sparkassen seit 2009 um 80 Prozent zurückgegangen. „Die Aktienkultur liegt am Boden“, so Fahrenschon. Das könne nicht im Sinne der Politik sein. Hingegen halten 50 Prozent das selbst bewohnte Haus oder die Eigentumswohnung für die beste Möglichkeit, finanziell für das Alter vorzusorgen. Das waren fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Von Antje Schroeder

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