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Brandenburg Brandenburger haben keine Lust auf soziale Netzwerke
Brandenburg Brandenburger haben keine Lust auf soziale Netzwerke
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16:44 11.03.2019
Soziale Medien wie Facebook sind in Brandenburg nicht besonders beliebt. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburger sind laut einer Untersuchung weniger in den sozialen Medien unterwegs als die Bürger der anderen Bundesländer. 38 Prozent der Menschen in Brandenburgnutzten 2017 Facebook, Twitter, Instagram und Co. Das geht aus dem Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 hervor, den das Kompetenzzentrum Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut Fokus am Montag in Berlin vorstellte.

Spitzenreiter im Bereich Social Media ist Rheinland-Pfalz, wo 60 Prozent der Menschen die verschiedenen Dienste nutzten.

Im Gesamtranking landete Brandenburg mit 60,2 Punkten im unteren Mittelfeld. Von den anderen Ostländern schnitt nur Sachsen besser ab (75,4 Punkte). Den ersten Platz belegte Berlin mit 102,5 Punkten, gefolgt von den anderen Stadtstaaten Hamburg und Bremen. Bundesweites Schlusslicht ist Thüringen.

Die Forscher des Kompetenzzentrums Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut haben für die Erhebung frei zugängliche Statistiken ausgewertet und mehr als 300 kommunale Webseiten untersucht. Gewerbeanmeldungen sind demnach in 37 Prozent der Kommunen möglich. Die Möglichkeit, online einen Bauantrag zu stellen, bietet dagegen nur jede zehnte Verwaltung.

13 Gesetze für die elektronische Verwaltung

13 der 16 Bundesländer haben inzwischen ein E-Government-Gesetz verabschiedet. Der Trendsetter war Schleswig-Holstein im Jahr 2009. Im Herbst 2018 kamen Hessen und Brandenburg dazu. In diesem Jahr wollen Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen nachlegen.

In Brandenburg verpflichtet das Gesetz alle Behörden dazu, „auch einen elektronischen Zugang zur Verwaltung zu eröffnen“. Weiter heißt es: „Die Behörden des Landes stellen über öffentlich zugängliche Netze in allgemein verständlicher Sprache Informationen über ihre Anschrift, ihre Geschäftszeiten, die postalischen, telefonischen und elektronischen Erreichbarkeiten, ihrer Ansprechstellen und Zuständigkeiten bereit.“

Der Index ist ein Punktesystem, das den Fortschritt der Digitalisierung auf Länderebene abbildet. Er setzt sich aus mehreren Einzel-Indizes zusammen. Der Index „Digitales Leben“ bildet die tägliche Internetnutzung, die Frequenz beim Online-Shopping und bei der Nutzung sozialer Medien ab. Hier liegt Brandenburg mit 78,3 Punkten nur knapp vor dem Schlusslicht Thüringen (77,1), Spitzenreiter ist Hamburg (96,3).

Stadt-Land-Gefälle

Der Infrastuktur-Index misst unter anderem die maximale Surfgeschwindigkeit und die Mobilfunkabdeckung. Spitzenreiter ist abermals Hamburg (96,6 Punkte), Schlusslicht Sachsen-Anhalt (57,2); Brandenburg kommt auf 63,4 Punkte. Bei der Breitbandversorgung zeigt sich im Osten ein krasses Stadt-Land-Gefälle: Berlin kommt auf knapp 91 Punkte, die fünf Neuen Länder liegen dagegen zwischen 51 (Sachsen-Anhalt) und 64 Punkten (Brandenburg).

Der Index „Bürgerservices“ bildet ab, wie viele Menschen im vergangene Jahr elektronische Formulare der Behörden ausgefüllt haben. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist Baden-Württemberg (84,5 Punkte), Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern (49,65 Punkte), Brandenburg schneidet nur geringfügig besser ab (56,5).

Der Index „Digitale Kommune“ bewertet das Angebot der Online-Dienstleistungen, zum Beispiel die Möglichkeit, den Status eines laufenden Verfahrens digital abzufragen. Hier sind die Index-Werte von Sachsen-Anhalt und Thüringen (29 beziehungsweise 33 Punkte) besonders schlecht, Brandenburg liegt hier mit 46 Punkten im oberen Mittelfeld, gleich hinter NRW und den drei Stadtstaaten.

Zusätzlich zum Digitalisierungs-Index fragte das Fraunhofer-Institut in jedem Bundesland repräsentativ ausgewählte Kommunen nach öffentlichen WLAN-Hotspots. Auch hier liegen die Stadtstaaten wieder ganz vorne (jeweils 100 Prozent). Ein überdurchschnittliches Angebot für kostenloses Surfen im öffentlichen Raum gab es auch in den Flächenländern NRW, Hessen und Bayern. Brandenburg liegt hier im Mittelfeld (38,9 Prozent). Alle angefragten Kommunen in Schleswig-Holstein meldeten hingegen: freies WLAN –Fehlanzeige.

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Von tk/dpa

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