Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Sprühregen

Navigation:
Brandenburgs Polizei jetzt bei Facebook

Drei monatige Testphase Brandenburgs Polizei jetzt bei Facebook

Die Brandenburger Polizei betritt ab Donnerstagmittag Neuland – und postet nun auch bei Facebook. Wie es bei einer großen Behörde nun mal so ist, mussten vor dem Start einige Dinge geprüft werden. Am Mittag soll nun das erste Mal gepostet werden. Nach drei Monaten wird ein erstes Fazit gezogen. Der Facebook-Auftritt ist auch eine Reaktion auf den Fall Elias.

Voriger Artikel
Edel-Hotel am Schwielowsee ist pleite
Nächster Artikel
Asylunterkunft: Jugendherbergen bieten sich an

Am Donnerstag startet die Polizei das Projekt Facebook.

Quelle: dpa

Potsdam. Am Donnerstag steigt das Polizeipräsidium Brandenburg mit einem eigenen Auftritt unter dem Nahmen „ Polizei Brandenburg“ ins soziale Netzwerk Facebook ein. Dort sollen „regelmäßig Informationen rund um die polizeiliche Prävention, Interessantes aus dem Einsatzgeschehen sowie ausgewählte Pressemitteilungen aus dem Polizeipräsidium und den vier Polizeidirektionen“ angeboten werden. Die Seite soll am Mittag freigeschaltet werden und wird von zwei Polizistinnen betreut. Vor dem Start der Facebook-Seite mussten bei der Brandenburger Polizei viele rechtliche Fragen geklärt werden, besonders zum Thema Datenschutz. Außerdem sind die Polizisten intern geschult worden. Zunächst geht die Polizei das Projekt Facebook langsam an. Dreimal am Tag wird gepostet. Nach drei Monaten endet die Testphase, dann wird entschieden, ob es weiter geht.

Kanalisierte Informationen

Mit dem Facebook-Auftritt kommt die Polizei auch ein Stück weit Kritikern entgegen, die – gerade im aktuellen Fall des vermissten Elias – eine eigene Seite Facebook-Seite der Polizei vermisst haben. Auf einer privat eingerichteten Facebook-Seite wurden Hinweise gesammelt, Suchtrupps organisiert – aber auch viele Gerüchte teils ungefiltert verbreitet. Der Vorsitzende der Initiative Vermisste Kinder, Lars Bruhns, hatte sich daher gewünscht, dass die Polizei sich aktiv im Internet beteiligt. So könne eine solch intensive Suche kanalisierter ablaufen. Schön wäre es, wenn „die Polizei eine digitale Suchseite betreibt, integriert in soziale Medien, über die ein offizieller Aufruf geteilt und Informationen gegeben werden können. Derzeit haben wir eine Vielzahl an sehr unterschiedlichen Kanälen, was im Zweifel Unruhe auslösen und Gerüchte forcieren kann.“

Die Berliner machen es vor

Die brandenburgische Polizei folgt mit diesem Vorstoß jedenfalls dem Vorbild ihrer Berliner Kollegen. Dort ist man schon seit längerem in sozialen Netzwerken unterwegs. Erst kürzlich wurde die Zahl der Polizisten, die sich im Social-Media-Team um die Auftritte bei Twitter und Facebook kümmern, von zwei auf fünf erhöht. Das Team wird künftig ein eigenständiger Sachbereich der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Stab des Polizeipräsidenten sein.

Seit dem Frühjahr twittert die Berliner Polizei auf zwei Kanälen, mehr als 1000 Tweets und über 300 Fotos und Videos wurden abgesetzt. Über 50.000 sogenannte Follower bekommen allein über diesen Weg regelmäßig polizeiliche Informationen aus Berlin.

24 Stunden live getwittert und „Song“ gepostet

Aufmerksamkeit erregte die Polizei mit Twitter-Aktionen, bei denen die Ordnungshüter 24 Stunden live alle Notfalleinsätze meldeten. Bei Facebook wurde ein Werbesong von Polizisten getestet - allerdings mit mäßigem Erfolg. Sogar bei Youtube hat sich die Polizei mit einem Nutzerprofil angemeldet. Aber: „Auf diesem Account wurde bislang nichts veröffentlicht.“

Berliner Polizei plant eine Smartphone-App

Die Brandenburger Polizei ist zwar noch nicht bei Facebook, bietet aber seit geraumer Zeit eine Smartphone-App (im Google-Play-Store, bei iTunes) an. Darin gibt es unter anderem Polizeinachrichten oder aktuelle Fahndungsaufrufe. Bei der Berliner Polizei ist ähnliches geplant. Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor. Die Entwicklung der Applikation soll ungefähr 60.000 Euro kosten. Das veranschlagte die Projektgruppe ‚Neue Medien‘ der Polizei in ihrem Abschlussbericht, der schon vor einiger Zeit fertiggestellt wurde.

Geplant ist bei der Polizei außerdem im Rahmen von „strategischen Überlegungen“ ein Auftritt in einem sogenannten Job-Portal im Internet wie Xing oder LinkedIn. Hier geht es verstärkt um die Werbung von Nachwuchs über das Internet.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg